04:00 19 August 2017
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    Russland soll Airbus aus der Krise helfen - „Iswestija“

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    MOSKAU, 05. März (RIA Novosti). Der Konzern Airbus will Russland zu drei Prozent beim Bau des neuen A350-Flugzeugs beteiligen. Das bestätigte Airbus-Generaldirektor Louis Gallois, berichtet die „Iswestija“ am Montag.

    Die auf den ersten Blick bescheidenen drei Prozent bedeuten immerhin Investitionen von rund 400 Millionen Dollar. Außerdem könnte es erst der Anfang sein. Momentan macht nämlich EADS-Tochter Airbus schwere Zeiten durch. Angesichts der schwierigen Finanzlage steht der Großauftrag des US-Unternehmens UPS über den Bau von zehn Transportmaschinen des Typs A380-Cargo auf der Kippe.

    In der vergangenen Woche beschloss der EADS-Vorstand einen Umstrukturierungsplan für Airbus, laut dem in den kommenden vier Jahren sechs Airbus-Betriebe verkauft und rund 10 000 Beschäftigte in Frankreich, Deutschland, Spanien und Großbritannien entlassen werden sollen.

    Gallois’ Erklärung über den geplanten Auftrag an Russland (weitere fünf Prozent des Projekts sollen an China gehen) bestätigte Mutmaßungen von Experten, der Konzern könnte einen Teil seiner Produktion in Länder mit billigeren Arbeitskräften verlegen. Nach dem neuesten Treffen von Präsident Wladimir Putin mit den französischen Ministern für Auswärtiges und für Verteidigung wird umso intensiver darüber geredet. Damals stellte Putin fest, Russland möchte sein EADS-Aktienpaket vergrößern. Vor kurzem hatte die russische Bank VTB fünfprozentige EADS-Anteile erworben, die heute laut einigen Angaben bereits auf sechs bis sieben Prozent gewachsen sind.