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    Gasprom kümmert sich um Yukos-Reste - „Wremja Nowostej“

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    MOSKAU, 05. März (RIA Novosti). Bei der Versteigerung der Restaktiva des Ölunternehmens Yukos am 4. April sollen drei Vermögenswerte in einem Paket verkauft werden, was eindeutig im Interesse des Konzerns Gasprom gemacht wurde, schreibt die Tageszeitung „Wremja Nowostej“ am Montag.

    Der russische Gasmonopolist, der als Hauptanwärter auf die Yukos-Reste gilt, wird es allerdings wohl meiden, in eigener Person an der Auktion teilzunehmen, obgleich im Investitionsprogramm des Konzerns für 2007 umgerechnet rund drei Milliarden Euro für den Kauf von GaspromNeft vorgesehen sind. Gasprom-Chef Alexej Miller sowie die Staatsvertreter im Direktorenrat des Konzerns können momentan nicht in die USA einreisen: Dort drohen ihnen Unannehmlichkeiten mit Gerichtsvollziehern, nachdem Yukos-Minderheitsaktionäre geklagt hatten.

    Am 4. April sollen 20 Prozent der GaspromNeft-Aktien sowie jeweils 100 Prozent der Unternehmen Arktikgas und Urengoil angeboten werden.

    Höchstwahrscheinlich wird ein Konsortium, das aus der Firmengruppe ESN sowie den italienischen Energiegiganten Eni und Enel besteht, die Auktion gewinnen. Weitere Varianten für Gasprom, die in Frage kommen, könnten der Erwerb von ESN-Anteilen im Joint Venture Energogas (ESN 51 Prozent, Eni 30 Prozent und Enel 19 Prozent) oder der Kauf von GaspromNeft-Aktien und Kontrollaktienpaketen der oben genannten Gasunternehmen werden. In dem Fall wäre Gasprom ein solider Teilhaber, während die italienischen Partner Beteiligungen an Förderaktiva in Russland bekommen. Damit wird auch Gasprom der Weg zum Kauf von Eni-Anteilen in Europa eröffnet, wie das in der Vereinbarung über strategische Partnerschaft zwischen beiden Giganten vorgesehen ist.

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