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    Pipeline Burgas-Alexandroupolis: Billigere Alternative für Russland - „Bisnes“

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    MOSKAU, 15. März (RIA Novosti). Das 14 Jahre lange Tauziehen um den Bau der Ölpipeline Burgas - Alexandroupolis steht offenbar kurz vor seinem Ende.

    Am Donnerstag unterzeichnen Russland, Griechenland und Bulgarien ein Abkommen über den Bau einer Ölpipeline, mit der die türkischen Meerengen Bosporus und Dardanellen (Schwarzmeerroute) entlastet werden, schreibt die Wirtschaftszeitung „Bisnes“ am Donnerstag.

    Mit der neuen Route werden die Ausgaben der russischen Ölunternehmen auf die Hälfte reduziert. Durch dieses Rohr sollen neun Prozent des russischen Ölexports fließen. Privatunternehmen werden dabei außen vor bleiben: Nur die Staatsunternehmen Rosneft und GaspromNeft werden diesen aussichtsreichen Transportweg nutzen dürfen.

    Die Jahresleistung des 280 Kilometer langen Strangs soll bei 35 Millionen Tonnen Öl liegen. Möglich ist eine Steigerung auf 50 Millionen Tonnen. Nach der Fertigstellung wird das Objekt Eigentum einer internationalen Gesellschaft, in der Russland einen 51-prozentigen Anteil und Bulgarien und Griechenland jeweils 24,5 Prozent bekommen werden. Der russische Teil wurde im vergangenen Jahr im dafür eigens gegründeten Pipeline-Konsortium zwischen Rosneft, GaspromNeft und Transneft aufgeteilt. Transneft wird dabei zum Betreiber des Projekts.

    Der wirtschaftliche Vorteil für die Unternehmen, die die Pipeline nutzen werden können, ist offensichtlich. „Die Lieferung einer Tonne Öl aus Noworossijsk bis Alexandroupolis auf dem Seeweg kostet 30 Dollar - eventuelle Verzögerungskosten nicht mit gerechnet, die angesichts der starken Belastung der Meeresstraßen immer öfter entstehen“, stellt Samuil Goldschmit, Projektleiter des Consultingunternehmens 2K Audit - Delowyje Konsultazii, fest. „Für die Beförderung von 35 Millionen Tonnen Öl durch die Türkei zahlen die Ölunternehmen mehr als 1,05 Milliarden Dollar.“

    Wenn aber Öl mit Tankschiffen bis zum bulgarischen Burgas befördert wird, werden die Frachtkosten je nach Tragfähigkeit sieben bis 12 Dollar betragen plus rund ein Dollar pro Tonne Umschlagskosten. Die Transneft-Tarife betragen 0,55 bis 1 Dollar für die Beförderung einer Tonne Öl über 100 Kilometer. Die Lieferung von Burgas bis zur Endstation würde drei Dollar kosten. „Damit wird die Beförderung einer Tonne Öl aus Noworossijsk bis nach Alexandroupolis über das Rohr rund 16 Dollar kosten, für 35 Millionen Tonnen wären das 560 Millionen Dollar.“

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