07:34 24 September 2018
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    US-Krieg gegen Iran würde Russland Öl-Milliarden bescheren - „Nesawissimaja Gaseta“

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    MOSKAU, 29. März (RIA Novosti). Allein schon die Gerüchte über den iranischen Beschuss eines US-Kriegsschiffs im Persischen Golf haben am Mittwoch einen radikalen Anstieg der Ölpreise an der Börse verursacht.

    Blieben die Preise zumindest ein Jahr lang auf diesem Niveau, so hätte Russland mindestens zehn Milliarden Mehreinnahmen aus dem Ölexport, stellt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Donnerstag fest.

    Noch mehr würde die russische Brennstoff- und Energieindustrie verdienen, sollte es im Golf zu einem echten Krieg kommen. Heute liefert Iran täglich rund 2,3 Millionen Barrel Öl an den Weltmarkt, womit das Land 5,7 Prozent des Weltexports bestreitet. Im Fall eines amerikanischen Überfalls droht Teheran mit einer Blockade der Straße von Hormuz, über die mehr als 20 Prozent des globalen Ölexports verlaufen. Nicht auszuschließen wäre auch, dass Iran Ölfelder seiner Nachbarn bombardieren würde. Über die Höhe des Ölpreisanstiegs kann man bei einer solchen Entwicklung nur raten.

    „Wird das iranische Öl vom Markt verschwinden, würden die Barrelpreise auf 80 Dollar und höher steigen“, so Dmitri Lukaschow, Öl-Analyst der Bank Zenit. Konstantin Batunin, sein Kollege aus der Alfa-Bank, hält auch Barrelpreise von 100 Dollar für möglich. Diese Schätzungen teilt Michail Sak von der Gasprombank.

    Russlands Öl-Export beträgt in Bezug auf das Rohöl rund sieben Millionen Barrel pro Tag. Ein Preisanstieg um jeweils zehn Dollar würde Russland mindestens 25 Milliarden Dollar im Jahr bringen.

    Dies würde auch einen indirekten positiven Effekt nach sich ziehen. „Mit den wachsenden Einnahmen des Haushalts und der Unternehmen wird auch die Nachfrage der Bevölkerung steigen“, so Lukaschow. „Dies würde auch den einheimischen Maschinenbau und die Baubranche anspornen.“

    Die Kehrseite eines solchen Szenarios besteht allerdings darin, dass „die Rohstoffdominante in der russischen Wirtschaft langfristig stärker ausgeprägt sein wird“, betont Batunin.

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