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    Großaufträge aus dem Ausland: Russlands Waffenschmieden überfordert - „Kommersant“

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    MOSKAU, 29. März (RIA Novosti). Algerien hat im März Russland offiziell zur Teilnahme an einer Ausschreibung über den Bau einer Fregatte sowie über einen gemeinsamen Bau neuer Schiffe eingeladen.

    Wenn das neue Paket von Militäraufträgen in einem Gesamtwert von sieben Milliarden Dollar zusammengeschnürt wird, avanciert Algerien, das vergangenes Jahr bereits Rüstungen für acht Milliarden Dollar bestellt hat, zum größten Partner Russlands in der militärtechnischen Zusammenarbeit, schreibt die Tageszeitung „Kommersant“ am Donnerstag.

    Verhandelt wird über den Verkauf von Jagdbombern des Typs Su-32, von Hubschraubern des Typs Mi-28N sowie über zusätzliche Lieferungen von Kampfflugzeugen des Typs Su-30 und MiG-29, von Komplexen Panzir-S1 und von Panzern T-90S. All die Geschäfte sollen 2007 beziehungsweise 2008 geschlossen werden.

    Bisher waren Indien und China die größten Abnehmer russischer Waffen und Militärtechnik: Ihre Waffenbestellungen bis zum Jahr 2010 wurden jeweils auf zehn und auf sechs Milliarden Dollar geschätzt.

    Zugleich teilte Oleg Demtschenko, Präsident des Flugzeugbauunternehmens Irkut, mit, dass bislang noch keine Verhandlungen zu diesem Thema geführt worden seien. Der Panzerhersteller Uralwagonsawod Nischni Tagil verschob bereits die für vergangenes Jahr geplante Lieferung der ersten 40 Panzer auf 2007.

    Die Verhandlungen über den Bau von zwei Fregatten in einem Gesamtwert von rund 800 Millionen Dollar werden zwar seit April 2006 geführt, treten aber auf der Stelle, weil sich der russische Waffenexporteur Rosoboronexport bislang nicht für eine von drei möglichen Schiffswerften entschieden hat.

    Was die Fla-Komplexe Panzir-S1 anbelangt, so sollen zunächst Tests in den Vereinigten Arabischen Emiraten abgeschlossen werden. Dieses Land hat solche Waffen noch vor Algerien bestellt. Wie es beim Panzir-S1-Hersteller in der Stadt Tula hieß, sollen die Tests im kommenden Sommer abgeschlossen werden. Bis Ende dieses Jahres sollen die Panzir-S1-Lieferungen an die Emirate aufgenommen werden. Der gesamte Posten von 50 Komplexen soll bis 2010 geliefert werden, wobei ursprünglich 2003 bis 2006 geliefert werden sollte.

    „Der Betrieb in Tula hat bereits Bestellungen für Panzir-Komplexe aus Algerien, Syrien, den Emiraten und einem vierten Land, das nicht genannt wird“, stellt Ruslan Puchow, Direktor des Zentrums für Strategien- und Technologienanalyse, fest. „Da sich die Lieferungen an die Emirate verzögert haben, sind Schwierigkeiten mit den anderen Ländern durchaus wahrscheinlich.“

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