09:03 17 Dezember 2017
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    Russen reagieren skeptisch auf Steuersünder-Amnestie - „Wedomosti“

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    MOSKAU, 19. April (RIA Novosti). Das Angebot des russischen Staates an die Bürger, die inoffiziellen Einkünfte zu legalisieren, ist vorerst eher skeptisch aufgenommen worden.

    Einen Monat nach der Ankündigung der Steuersünder-Amnestie hat der Staatshaushalt lediglich 57 Millionen Rubel - umgerechnet 1,6 Millionen Euro - davon bekommen, schreibt die Tageszeitung „Wedomosti“ am Donnerstag. Das bedeutet, dass bisher 438,3 Millionen Rubel - 12,5 Millionen Euro - deklariert wurden.

    Die Amnestie hat vor einem Monat begonnen und geht bis zum 1. Januar 2008. Um „amnestiert“ zu werden, soll der „Sünder“ die Einkommenssteuer in Höhe von 13 Prozent für die bis zum 1. Januar 2006 kassierten Einkünfte über eine beliebige Bank auf ein Konto des Schatzamtes überweisen.

    Die bisherigen Ergebnisse sind zwar nicht gerade beeindruckend, der Staat hat aber die Prinzipien der Amnestie nicht erläutert, meint Dmitri Badowski aus dem Institut für soziale Systeme. Eine entsprechende Werbekampagne wird zwar bereits diskutiert, ein Konzept liegt aber bislang nicht vor.

    Der Aufruf könnte sich allerdings als wirkungslos erweisen, sollten die Steuerzahler Angst vor politischen Risiken bekommen, die mit dem bevorstehenden Machtwechsel im Lande verbunden sind, fügt Badowski hinzu.