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    Russlands Regierung stimmt Sozial- und Wirtschaftsprognose bis 2010 zu

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    MOSKAU, 19. April (RIA Novosti). Die russische Regierung hat am Donnerstag die Prognose der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung des Landes bis 2010 gebilligt und das Wirtschaftsministerium beauftragt, bis zum 1. September einen entsprechenden Handlungsplan vorzubereiten.

    Ministerpräsident Michail Fradkow zog ein Fazit aus der Erörterung und charakterisierte die vom Wirtschaftsministerium vorbereitete Prognose als „ein für die Arbeit der Regierung wichtiges Dokument“. „Es handelt sich um gründliche Arbeit für die Planung, Prognostizierung und die Organisation einer effektiven Arbeit der Regierung insgesamt“, sagte er.

    Nunmehr gilt es, setzte er fort, „auf der Basis dieser Prognose ein Handlungsprogramm (für die Regierung) aufzustellen“.

    Die von Wirtschaftsminister German Gref in der Regierungssitzung vorgestellte Prognose der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung wurde auch von Vizepremier Alexander Schukow unterstützt.

    „Wichtig ist, dass diese Prognose unter Bedingungen ausgearbeitet wurde, da die Ölpreise sinken“, erklärte Schukow. Wie er betonte, muss die Regierung jene in der Prognose vorgestellten strukturellen Veränderungen unterstützen, weil „am wichtigsten das ist, was das Wachstum der russischen Wirtschaft ermöglicht“.

    Als eine der wichtigsten Komponenten der Prognose bezeichnete Schukow das Wachstum der Landwirtschaft.

    Das von Grefs Ministerium vorbereitete Dokument sieht ein recht hohes Tempo des Wirtschaftswachstums in den kommenden Jahren vor: 6,5 Prozent 2007 sowie 6,1 Prozent, 6,0 Prozent beziehungsweise 6,2 Prozent in den Jahren 2008 bis 2010. Die Wachstumsdynamik der Industrieproduktion wird sich in diesem Jahr auf 5,2 Prozent und in den Jahren 2008 bis 2010 bei 5,1 Prozent, 4,8 Prozent beziehungsweise 5,2 Prozent liegen. Erwartet wird dabei vorrangig ein Wachstum in den Zweigen der verarbeitenden Industrie. In diesem Jahr wird sich die Inflation auf 7 bis 8 Prozent, 2008 auf 6 bis 7 Prozent, 2009 auf 5,5 bis 6,5 Prozent und 2010 auf 5 bis 6 Prozent belaufen.

    In den nächsten Jahren soll die Investitionsaktivität ein hohes Niveau aufweisen. Binnen besagten Zeitraums werden die Investitionen in das Grundkapital um 60 Prozent gegenüber 2006 zunehmen. Vorrangig wird ein Investitionszuwachs in der Erdöl- und der Erdgasförderung, in der Stromenergiewirtschaft, im Verkehrswesen, im Wohnungsbau sowie in der Agrarwirtschaft erwartet.

    Die Prioritäten in der mittelfristigen Perspektive bleiben die Diversifizierung der Wirtschaft, die Verbesserung des Investitionsklimas, die Sicherung der Konkurrenzfähigkeit und die Schaffung gut funktionierender Marktinstitute, hieß es bei der Regierungssitzung. Speziell wird auf die Notwendigkeit hingewiesen, die Infrastrukturprobleme im Verkehrswesen und Energiewirtschaft zu lösen, unter anderem durch die Partnerschaft zwischen Privatkapital und Staat.

    Es wird ferner die Aufgabe formuliert, neue regionale Zentren der Wirtschaftsentwicklung im Fernen Osten und im Süden Russlands zu schaffen und das Zurückbleiben der wirtschaftlich schwachen Regionen zu überwinden. Bei der Lösung der sozialen und wirtschaftlichen Aufgaben wird der Akzent darauf gesetzt, das Kapital Mensch zu fördern und bei der Realisierung der wichtigsten Nationalprojekte eine effektive soziale Infrastruktur zu schaffen.