07:24 15 Dezember 2017
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    Russisches Finanzministerium verlängert Lizenz für Wirtschaftsprüfer PwC

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    MOSKAU, 19. April (RIA Novosti). Ungeachtet schwerer Vorwürfe der russischen Generalstaatsanwaltschaft wird der Wirtschaftsprüfer PricewaterhouseCoopers (PwC) weiterhin in Russland aktiv sein.

    Das Finanzministerium in Moskau verlängerte am Donnerstag die Lizenz der russischen PwC-Tochter PwC Audit um fünf Jahre, teilte das Ministerium auf seiner Webseite mit. "Wir sind froh, dass unserem Antrag auf die Verlängerung der Buchprüfungslizenz stattgegeben wurde. Wir werden weiter im Interesse unserer Kunden arbeiten, von denen mehrere zu den größten und besonders erfolgreichen Unternehmen in Russland zählen", erfuhr RIA Novosti beim PwC-Pressedienst. Der Antrag sei am 28. März dieses Jahres gestellt worden, weil die gültige Lizenz am 20. Mai ablaufe.

    Anfang April hatte die Generalstaatsanwaltschaft dem Wirtschaftsprüfer Verstöße in seiner Arbeit für den mittlerweile zerschlagenen russischen Ölkonzern Yukos vorgeworfen und mit Lizenzentzug gedroht. Das Moskauer Schiedsgericht legte PwC zur Last, Yukos Beihilfe zur Steuerhinterziehung geleistet zu haben. Mitte Dezember 2006 reichte die russische Steuerbehörde Klage gegen PwC Audit ein. Darin wird der Wirtschaftsprüfer beschuldigt, 2002 bis 2004 wissentlich falsche Berichte erstellt zu haben. Fehler seien nur Yukos-intern gemeldet worden, nicht aber in offiziellen Berichten erschienen, hieß es.

    PwC Audit prüft seit Jahren Bücher mehrerer großer russischer Unternehmen, darunter der Zentralbank, des Stromversorgers EES Rossii (RAO UES) und des Gaskonzerns Gasprom. Der größte russische Pkw-Produzent Avtovaz (Lada) verzichtete vor kurzem auf PwC-Dienste.

    Neben PwC verlängerte das Finanzministerium Lizenzen von 70 anderen Buchprüfern.

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