06:48 11 Dezember 2017
SNA Radio
    Wirtschaft

    Russlands Staatshaushalt verbucht weniger Einnahmen aus Privatisierung von Unternehmen

    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    0 0 0
    MOSKAU, 19 April (RIA Novosti). Die Einnahmen des Staatshaushalts aus der Privatisierung im vergangenen Jahr haben sich auf 18,26 Milliarden Rubel (1 Euro = ca. 35 Rubel) belaufen, womit der Privatisierungsplan des föderalen Eigentums zu 58,9 Prozent erfüllt wurde.

    Das sagte ein Sprecher der russischen Regierung am gestrigen Mittwoch vor der heutigen Kabinettsitzung, wo die Ergebnisse der Privatisierung diskutiert werden. Das Kabinett soll sich auch mit einem Prognoseplan für die Privatisierung in den Jahren 2008 bis 2010 befassen.

    „Im Vergleich zu 2005 verringerten sich die Privatisierungseinnahmen des Staatshaushaltes“, betonte der Sprecher. Ihm zufolge hatten sie sich 2005 auf 34,8 Milliarden Rubel belaufen. „Die Verringerung der Einnahmen lässt sich dadurch erklären, dass die Privatisierungspläne jedes Jahr nicht erfüllt werden“, erklärte der Sprecher.

    In diesem Zusammenhang habe die Regierung vor, im kommenden Dreijahreszeitraum „realistischere Forderungen vorzusehen“.

    So betrage die Privatisierungsprognose für die nächsten drei Jahre jeweils 12 Milliarden Rubel.

    Dem Sprecher zufolge war 2006 geplant, 1412 föderale staatliche Unternehmen zu privatisieren und die dem Staat gehörenden Aktienpakete von 1363 Aktiengesellschaften zu veräußern. Dadurch sollten 31 Milliarden Rubel in die Kassen des Staatshaushaltes gespült werden.

    2006 wurden jedoch nur 356 Aktienpakete verkauft (26 Prozent) und lediglich 523 Unternehmen (36 Prozent) privatisiert. Zu den größten Privatisierungsgeschäften des vergangenen Jahres zählte der Regierungssprecher den Verkauf aller Aktien des Flughafens in Sotschi (5,5 Milliarden Rubel) und 19,8 Prozent der Aktien der Fernöstlichen Seereederei (3,9 Milliarden Rubel).

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren