22:28 23 Oktober 2018
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    Tadschikistan bootet Alu-Riese Rusal bei Wasserkraftwerk-Projekt aus - „Gazeta.Ru“

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    MOSKAU, 24. April (RIA Novosti). Tadschikistan hat dem russischen Aluminiumkonzern Rusal den Auftrag für den Bau des Wasserkraftwerkes Rogun verweigert, teilte Andrej Rappoport von der Stromfirma FSK mit.

    Doch Russland will das politisch wichtige Projekt in der zentralasiatischen Republik nicht aus den Händen geben: An Stelle des Alu-Giganten springt sehr wahrscheinlich der Stromriese RAO UES ein, berichtet die Internetzeitung Gazeta.Ru.

    RAO UES macht seinen Einstieg ins Projekt von den Bedingungen der internationalen Ausschreibung abhängig, die von Tadschikistan angekündigt wurde.

    Tadschikistan wollte ursprünglich nicht einen staatlichen, sondern einen Privatinvestor am Projekt beteiligen. Doch in den Beziehungen zwischen Rusal und der tadschikischen Staatsführung lief etwas schief. Rusal wollte an der Privatisierung eines Staatsunternehmens in Tadschikistan teilnehmen und ein neues Werk bauen. Die Privatisierung wurde Rusal verweigert. Mit dem Bau des neuen Werkes wurde wegen technischer Differenzen nicht begonnen.

    Der Bau des Wasserkraftwerkes Rogun (Leistung: 3 600 Megawatt, Jahreserzeugung: 13 Milliarden Kilowattstunden, Projektkosten: 1,3 Milliarden US-Dollar) ist eine rein politische Frage: RAO UES wird an der Ausschreibung teilnehmen, wenn der Staat dies verfügen wird, teilte eine dem russischen Stromkonzern nahe stehende Quelle mit.

    In Tadschikistan gibt es bereits ein ähnliches Projekt - das Wasserkraftwerk Sangtudin-1 (Leistung: 670 Megawatt, Jahreserzeugung: 2,7 Milliarden Kilowattstunden, Projektkosten: 534 Millionen US-Dollar). Nach langem Tauziehen wurde RAO UES mit der Fertigstellung des Wasserkraftwerks beauftragt. Iran, das ebenfalls Interesse am Projekt zeigte, übernahm den Bau des Wasserkraftwerks Sangtudin-2.

    Die Beteiligung des russischen Staates als Investor gebe zusätzliche Garantien dafür, dass die Verhandlungen mit Tadschikistan nicht scheitern werden, sagen Experten. Russland kann es jedoch mit den üblichen Konkurrenten Pakistan, Indien oder Iran zu tun bekommen. Auch die USA könnten ins Projekt einsteigen. Tadschikistans Finanzminister Safarali Nadschmuddinow schloss eine Beteiligung der US-Energiefirma AES Corp. nicht aus.

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