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    LUKoil will zu zweitgrößtem Gasproduzenten Russlands aufsteigen

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    MOSKAU, 24. April (RIA Novosti). Der größte russische Ölförderer LUKoil hat ambitiöse Pläne, zum zweitgrößten russischen Gasproduzenten nach Gasprom aufzusteigen.

    Das sagte LUKoil-Vizepräsident Leonid Fedun am Dienstag bei der Präsentation der Finanzberichte des Unternehmens für 2006 in Moskau. Dabei bezeichnete er Gasprom als einen "großen Bruder".

    2006 hatte LUKoil 13,61 Milliarden Kubikmeter Gas gewonnen. Der Anteil von Gas an der gesamten Förderung von Kohlewasserstoffen nahm von fünf auf zehn Prozent. In Übereinstimmung mit den strategischen Plänen des Konzerns soll dieser Anteil künftig auf 33 Prozent gebracht werden. Zum Jahr 2016 dürfte sich die Gasgewinnung auf 70 Milliarden Kubikmeter verfünffachen.

    Fedun sagte ferner, dass das Problem der Gasexporte für LUKoil gelöst wird, nachdem Unternehmen laut Regierungsbeschluss zum Jahr 2011 gleiche Einkünfte beim Gasabsatz haben sollen. Gegenwärtig wird Erdgas ausschließlich von Gasprom-Tochter Gaspromexport ausgeführt. Andere Gasproduzenten müssen ihr Gas an Gasprom zu den (niedrigeren) Inlandsmarktpreisen verkaufen, worauf Gasprom Gas zu höheren Preisen ans Ausland verkauft. "Das Problem soll 2010 weitgehend gelöst werden, nachdem freie Preise für Erdgas eingeführt worden sind", sagte Fedun.

    Zu den aussichtsreichen Gasprojekten im Ausland zählte der Vizepräsident das Feld Schach-Denis in Aserbaidschan (1,7 Milliarden Kubikmeter zum Jahr 2016), Karatschaganak in Kasachstan (2,3 Milliarden Kubikmeter), Kandym-Chausak-Schady in Usbekistan (9,3 Milliarden Kubikmeter).

    LUKoil-Präsident Wagit Alekperow kündigte an, sein Unternehmen werde keine Probleme beim Erhalt der erforderlichen Förderlizenzen haben. "Wir arbeiten mit Gasprom und Rosneft zusammen, haben gute und enge Beziehungen zur Regierung Russlands. Ich glaube nicht, dass wir dabei irgendwelche Risiken tragen werden."

    Alekperow erinnerte daran, dass sein Unternehmen an der Vorbereitung von Änderungen zum Gesetz über die Nutzung von Bodenschätzen teilnimmt. "Wir denken, dass es unserem Konzern gelingt, Risiken bei der Ölförderung zu minimieren."

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