07:20 15 Dezember 2017
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    Gasprom plant trotz Beziehungskrise weiter Stromprojekte für Europa - „Wedomosti“

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    MOSKAU, 25. Mai (RIA Novosti). Der Konzern Gasprom und das luxemburgische Unternehmen Soteg werden zwei Kraftwerke in einem Gesamtwert von 400 Millionen Euro bauen, berichtet die Tageszeitung „Wedomosti“ am Freitag.

    Während der russische Konzern weitere zahlreiche Projekte dieser Art verspricht, zweifeln Experten an deren Realisierbarkeit angesichts der komplizierten Beziehungen zwischen Russland und der EU.

    Gasprom-Vorstandsvorsitzender Alexej Miller schloss bei den Besuchen in Österreich und Luxemburg, wo er Präsident Wladimir Putin begleitete, nicht nur Gasverträge ab, sondern vereinbarte auch Projekte in der Stromenergie. Die Gesellschaft Gazprom Marketing & Trading und Soteg unterzeichneten am Donnerstag ein Abkommen über die Finanzierung des Baus von Kapazitäten für den Strombedarf Luxemburgs.

    Die beiden neuen Kraftwerke mit einer Gesamtleistung von 800 Megawatt werden in Eisenhüttenstadt, Deutschland, gebaut und sollen 2010 in Betrieb genommen werden. Die Investitionen in Höhe von 400 Millionen Euro werden, so Gasprom-Sprecher Sergej Kuprijanow, gleichmäßig zwischen den Partnern aufgeteilt. Die Kraftwerke verbrennen Gas. Der Strom wird über Gazprom Marketing & Trading und Soteg sowie über einen von beiden Unternehmen gegründeten Betreiber verkauft.

    Wie Kuprijanow mitteilte, sollen ähnliche Projekte auch in anderen europäischen Ländern realisiert werden. Experten zweifeln allerdings vorerst daran, dass es viele solche Projekte geben wird. Die Beziehungen zwischen Russland und der Europäischen Union werden in letzter Zeit nur schlechter, und mit einzelnen Abkommen wie jetzt in Luxemburg kann die Situation nicht korrigiert werden, äußert Fjodor Lukjanow, Redakteur der Zeitschrift „Russland in der globalen Politik“.

    Gasprom ist dennoch optimistisch eingestellt. Wie Gasprom-Vizechef Alexander Medwedew dieser Tage in der „Financial Times“ betonte, wird sein Unternehmen den Kurs auf eine Diversifizierung seines Business weiter verfolgen, indem es seine Aktivitäten außerhalb Russlands verstärkt und Investitionen im EU-Raum vergrößert.

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