04:42 11 Dezember 2017
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    Russisches Bankensystem verzeichnet stabiles Wachstum und „Entdollarisierung“

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    MOSKAU, 25. Mai (RIA Novosti). Der russische Finanzminister Alexej Kudrin unterstreicht die deutliche Stärkung des russischen Bankensektors in den vergangenen acht Jahren.

    Am Freitag sprach er in der Staatsduma (Unterhaus des russischen Parlaments) während der ersten Lesung zum Staatshaushaltsentwurf für 2008 bis 2010. Dabei hob er hervor, dass in den vergangenen acht Jahren „die Aktiva des Bankensektors auf mehr als das Achtfache auf 52,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) angestiegen waren“.

    Der Umfang der Bankkredite, die in dieser Periode nichtfinanziellen Einrichtungen und natürlichen Personen gewährt wurden, wäre nach der Krise von 1998 auf das 15-fache auf 28,9 Prozent des BIP angewachsen.

    Dem Finanzminister zufolge „ermöglichten solche Kennzahlen Russland, das Niveau der osteuropäischen Länder zu erreichen und Polen, Tschechien sowie die Slowakei zu überbieten“.

    Er unterstrich auch die Erhöhung des Anteils von langfristigen Krediten. „2001 entfielen auf solche Kredite 7,3 Prozent, derzeit sind es schon 18,6 Prozent“, sagte der Minister und beschwerte sich zugleich, dass dieser Anteil angesichts einer hohen Inflationsrate dennoch gering sei.

    Laut Kudrin dauert die „Entdollarisierung“ der Wirtschaft fort. „Die Russen und die einheimischen Unternehmen vertrauen immer mehr dem Rubel. Im Ergebnis der Schritte, die zur Konvertierbarkeit des Rubels unternommen wurden, wächst jedes Jahr der Anteil der sämtlichen Bankgeschäfte in Rubel“. Im vergangenen Jahr entfielen 75 Prozent sämtlicher Kredite in Russland auf den Rubel, was einen Aufwärtstrend bedeute.