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    EBWE-Chef Lemierre sieht keine Anzeichen für Wirtschaftskrise in Russland

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    ST. PETERSBURG, 31. Mai (RIA Novosti). Die russische Wirtschaft ist in absehbarer Zeit nach Ansicht des Präsidenten der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE), Jean Lemierre, nicht von einer Krise bedroht.

    "Ich kann die Situation als gut bewerten und rechne nicht mit einer Krise", sagte Lemierre am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in St. Petersburg. Das Wirtschaftsmanagement auf makroökonomischer Ebene weise gegenwärtig eine hoffe Effizienz auf. Die Einnahmen stiegen dank hohen Öl- und Gaspreisen. "Natürlich ruft das gewisse Fragen hervor und hat ohne Zweifel eine Festigung des Rubels zur Folge. Aber all diese Probleme sind unter den gegenwärtigen Bedingungen nichts Außergewöhnliches. Der Staat steuert klug diese Prozesse, legt Reserven an und bildet Investitionsfonds. Ich denke, dass die gegenwärtige Geldpolitik Russlands in diesem Zusammenhang Hand und Fuß hat", fasste Lemierre zusammen.

    Lemierre sieht auch keine Anzeichen für eine Bankenkrise. "Wir gehen davon aus, dass es in nächster Zeit in Russland keine Bankenkrisen geben wird. Ich bin der Ansicht, dass sich die gegenwärtige Situation deutlich von der Situation im Jahr 1997 unterschiedet. Wichtig ist, dass der Privatsektor vorankommt und man auf langfristige Investitionen setzt."

    Der Beitritt Russlands zur Welthandelsorganisation (WTO) soll zum "wichtigsten Schritt auf dem Weg zur Stabilität" werden. Offenkundig sei, dass der Schwerpunkt auf die Transparenz der Wirtschaft gelegt werden solle. Es sei erforderlich, die russische Wirtschaft konkurrenzfähiger zu machen und sich auf den WTO-Beitritt vorzubereiten. "Wir alle hoffen, dass die Entscheidung zum Beitritt bald getroffen wird. Für uns ist das eine enorm wichtige Komponente, weil die WTO-Mitgliedschaft Russland es ermöglichen wird, weiter voranzukommen", sagte der EBWE-Präsident.

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