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    Russisches Autowerk GAZ verhandelt über Montageproduktion in Tunesien

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    NISCHNI NOWGOROD, 31. Mai (RIA Novosti). Das in Nischni Nowgorod an der Wolga ansässige Gorki-Autowerk GAZ verhandelt über die Eröffnung einer Montageproduktion in Tunesien.

    Das teilte der geschäftsführende Direktor des Handelshauses Russische Maschinen, Oleg Markow, am Donnerstag Journalisten in Nischni Nowgorod mit. Verhandelt werde mit einem Privatunternehmen. Bislang sei ein Absichtsprotokoll unterzeichnet worden. "Es wäre noch verfrüht, von konkreten Terminen für die Gründung eines Joint Ventures zu sprechen. Die Verhandlungen laufen weiter. Wir wollen in Tunesien Fahrzeuge der Familie GAZelle diverser Modifikationen bauen lassen", sagte Markow.

    Tunesien sei für GAZ eine neue Region. Das Land sei deshalb interessant, weil die dort gebauten Fahrzeuge auch in andere Länder Nordafrikas geliefert werden könnten. Markow erinnerte daran, dass GAZ-Fahrzeuge bereits in Litauen und in Ägypten montiert werden. Ende dieses Jahres solle eine Montageproduktion im Iran aufgenommen werden.

    2007 will GAZ insgesamt knapp 55 000 Autos exportieren. 2006 beliefen sich die Ausfuhren auf 42 000 Stück im Gesamtwert von 8,2 Milliarden Rubel (235,6 Millionen Euro). Knapp 39 000 Stück davon landeten auf dem Markt der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS). Derzeit exportiert GAZ seine Erzeugnisse in 35 Länder und will die Präsenz im Ausland in fünf Jahren auf 70 Staaten erweitern.

    Die GAZ-Gruppe ist einer der größten Hersteller kommerzieller Fahrzeuge in Russland. Das Unternehmen wurde 2005 durch die Fusion des Autowerks GAZ und einiger anderer Betriebe ins Leben gerufen, die führende Positionen in diversen Segmenten der russischen Automobilindustrie beziehen. Zur Gruppe gehören insgesamt 18 Betriebe in zehn Regionen Russlands. GAZ beschäftigt knapp 130 000 Mitarbeiter. 2006 setzte die Gruppe 4,5 Milliarden US-Dollar um.