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    Russische Unternehmen buhlen um Turkmeniens Schelf - „Wremja Nowostej“

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    MOSKAU, 14. Juni (RIA Novosti). Der Turkmenien-Besuch von Russlands Präsident Wladimir Putin im Mai hat russischen Ölunternehmen den Weg zum turkmenischen Kaspi-Schelf geebnet.

    Am vergangenen Wochenende war Wagit Alekperow, Chef des russischen Ölunternehmens Lukoil, zu einem offiziellen Besuch in Aschchabad. Am gestrigen Mittwoch waren Robert Dudley und German Chan, der Chef und der Exekutivdirektor des Ölunternehmens TNK-BP, in der turkmenischen Hauptstadt. Mit allen von ihnen verhandelte Turkmeniens Präsident Gurbanguly Berdymuchammedow, schreibt die Tageszeitung „Wremja Nowostej“ am Donnerstag.

    Die Ölvorräte auf dem turkmenischen Kaspi-Schelf werden auf elf Milliarden Tonnen und die Gasvorräte auf 5,5 Billionen Kubikmeter geschätzt. Diese Lagerstätten werden aber kaum erschlossen. Der ehemalige turkmenische Präsident Saparmurat Nijasow hatte die ausländischen Unternehmen nur geringfügig zum Schelf zugelassen, während der einheimische Staatskonzern Turkmenneft weder Technologien noch genug Investitionen dazu hatte.

    Bis 2006 war nur die britisch-arabische Ölfördergesellschaft Dragon Oil allein in Turkmenien präsent, die das Schelfvorkommen Tscheleken unter Product-Sharing-Bedingungen abgebaut hat. Im vergangenen Jahr förderte sie rund drei Millionen Tonnen. Vor einem Jahr begann auch die Gesellschaft Petronas aus Malaysia mit ihren Ölerkundungsarbeiten. Die dänische Gesellschaft Maersk und das deutsche Unternehmen Wintershall beitreiben dort geologische Erkundungsarbeiten.

    Nach Nijasows Tod lädt die neue Regierung ausländische Unternehmen verstärkt zum Einsatz auf dem Schelf ein. Im Frühjahr erhielten Chevron, das russische Unternehmen Sistema sowie mehrere italienische Gesellschaften solche Offerten.

    Lukoil arbeitet indes seit langem auf dem Kaspi-Schelf Russlands, Aserbaidschans und Kasachstans. Wie die Zeitung vom Lukoil-Pressedienst erfuhr, sollen Top-Manager der Gesellschaft nun in einem Monat wieder nach Aschchabad reisen. Im Gespräch ist eine Lukoil-Beteiligung an geologischen Erkundungsarbeiten auf dem Schelf.

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