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    EU-Kommissionvizepräsident zu WTO-Beitrittsberatungen in Russland

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    BRÜSSEL / MOSKAU, 16. Juli (RIA Novosti). Der Vizepräsident der Europäischen Kommission, Günther Verheugen, kommt am Montag nach Moskau, um Russlands WTO-Beitritt zu behandeln.

    Am 26. Juli und am 6. Juli unterzeichnete Russland das Protokoll über den Abschluss der bilateralen WTO-Beitrittsverhandlungen mit Guatemala beziehungsweise Vietnam. Damit stehen nur noch bilaterale Vereinbarungen mit Kambodscha, Georgien und Saudi-Arabien aus.

    Während seines Russland-Besuchs wird Verheugen mit dem Minister für Industrie und Energiewirtschaft, Viktor Christenko, und mit europäischen Unternehmensvertretern in Russland zusammentreffen.

    Am 10. Mai 2005 waren beim Russland-EU-Gipfel in Moskau einigten sich beide über den Aufbau vier gemeinsamer "Räume". Für die Realisierung der "Straßenkarte" zur Herstellung eines gemeinsamen Wirtschaftsraums unterzeichneten Verheugen und Christenko im Dezember 2005 Bestimmungen über die Bildung von zwei Strukturen, die für den Dialog in der Industrieproduktion und den Dialog über Industriepolitik und Unternehmertum zuständig sind.

    Im Rahmen der Dialoge wurden Arbeitsgruppen und 13 Untergruppen gebildet, von denen jede für ihren eigenen Wirtschaftssektor zuständig ist. Bei den jüngsten Treffen am 19. und 20. April in Brüssel stellten die Kovorsitzenden der Arbeitsgruppen fest, dass zwischen den Vertretern Russlands und der EU gute Arbeitsbeziehungen entstanden seien. Es wurde beschlossen, den Dialogen eine konkretere Ausrichtung zu verliehen und die praktische Arbeit im Interesse einer Harmonisierung der technischen Reglements und Standards der EU und Russlands zu beschleunigen.

    Zu diesem Zweck soll eine jede Untergruppe zwei oder drei besonders wichtige Themen auswählen und bis Jahresende gemeinsame Empfehlungen zu deren Lösung vorbereiten.

    Für Anfang kommenden Jahres ist ein Treffen zwischen Christenko und Verheugen geplant, zu dessen Ergebnissen ein gemeinsamer Bericht an den russischen Präsidenten und den Präsidenten der Europäischen Kommission zum Frühjahrsgipfel Russland-EU 2008 vorbereitet wird.

    Russland ist der drittgrößte Handelspartner der Europäischen Union. Laut Eurostat-Angaben stieg der EU-Export nach Russland von 2000 bis 2006 von 22,7 auf 72,4 Milliarden Euro, während der Import aus Russland von 63,8 Milliarden auf 140,6 Milliarden Euro gestiegen ist.

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