21:23 20 August 2017
SNA Radio
    Wirtschaft

    Hotels in Moskau die teuersten in Europa - "Wedomosti"

    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    0 0 0 0
    MOSKAU, 08. August (RIA Novosti). Moskau hat die höchsten Hotelpreise in Europa. Experten führen dieses Phänomen auf die wachsende Nachfrage und einem äußerst begrenzten Angebot zurück, schreibt die Tageszeitung "Wedomosti" am Mittwoch.

    Die Unternehmensberatung Deloitte Touch prüfte die Preise in 7 200 Hotels in Europa und stellte fest, dass eine Hotelübernachtung in Moskau im Durchschnitt 263 Euro kostet. Auf Platz zwei liegt mit großem Abstand London mit 185 Euro. Die Plätze drei und vier teilen Athen und Barcelona mit jeweils 149 Euro. Am erschwinglichsten sind die Hotels in Warschau mit 91 Euro.

    "In Moskau kommt es nicht selten vor, dass ein Hotelzimmer für kein Geld der Welt zu haben ist", sagte Wladimir Iljitschow, Direktor für regionale Entwicklung der Firma Accor Group. "In London ist es praktisch nicht möglich."

    Während die Anzahl von Ausländern, die geschäftlich nach Moskau reisen, mit jedem Jahr zunimmt, geht die Zahl der für sie geeigneten Hotels sogar zurück. "Der Abriss des Hotels ‚Rossija' mit 3 000 Zimmern war ein schwerer Schlag", so Iljitschow. "Dies war zwar kein 4- oder 5-Sterne-Standard, das Hotel war aber sehr gefragt."

    Nach Angaben des Grenzschutzes belief sich die Zahl der in Russland eingereisten ausländischen Touristen auf 2,4 Millionen gegenüber 2,3 Millionen im Jahr zuvor.

    Wie Marina Smirnowa, Vizeleiterin der Consulting-Abteliung von Colliers International, feststellt, werden in Moskau viel mehr Büroräume gebaut, weil sich diese wesentlich schneller rentieren als Hotels.

    Ein Schritt zur Lösung des Problems war das Ende vergangenen Jahres von der Moskauer Stadtregierung beschlossene Verbot, Bürogebäude im historischen Stadtkern zu bauen, meint Smirnowa. Iljitschow teilt diese Meinung, räumt aber zugleich ein, dass eine Verbesserung erst in vier bis fünf Jahren zu erwarten ist.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren