05:14 24 August 2017
SNA Radio
    Wirtschaft

    Getreide-Interventionen sollen weiteren Anstieg der Brotpreise in Russland stoppen

    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    0 201
    MOSKAU, 08. August (RIA Novosti). Der russische Staatsduma-Chef Boris Gryslow unterstützt die Durchführung von Getreide-Interventionen, um den Anstieg der Brotpreise aufzuhalten, bezeichnet das jedoch als vorübergehende Zwangsmaßnahme, die „die Notwendigkeit einer langfristigen staatlichen Agrarpolitik belegt“.

    Das geht aus einer Mitteilung der Verwaltung für Öffentlichkeitsarbeit und Zusammenarbeit der Staatsduma mit den Massenmedien hervor.

    Gryslows Angaben zufolge stiegen im Juli die Brotpreise um sieben Prozent.

    Der russische Wirtschaftsminister German Gref sagte am 7. August, die russische Regierung werde in der nächsten Zeit Getreide-Interventionen bekanntgeben, um die Getreide-, Mehl- und Brotpreise zu senken.

    Gryslow äußerte, dass sich jede staatliche Einmischung in marktwirtschaftliche Vorgänge auf eine objektive Einschätzung der Situation und auf eine genaue Berechnung der möglichen Folgen für die Konsumenten und Landwirte stützen müsse.

    Er sagte, dass durch eine rationale und kontrollierte Verwendung der Mittel aus dem staatlichen fünfjährigen Finanzprogramm für die Entwicklung der Landwirtschaft der russische Agrarmarkt gestärkt, die inländische Ware konkurrenzfähiger und das Leben auf dem Lande verbessert werden könne.

    Ihm zufolge sollen insgesamt 551,3 Milliarden Rubel (1 Euro entspricht 35 Rubel), darunter 2008, 2009 und 2010 entsprechend 76,3 Milliarden Rubel, 100 Milliarden Rubel und 120 Milliarden Rubel, in die Landwirtschaft fließen.

    „Sogar in diesem Jahr ist ersichtlich, dass die zielgerichteten Bemühungen für die Unterstützung der inländischen Landwirtschaft zu einem spürbaren Ergebnis geführt haben. Die Erntekampagne verläuft erfolgreich, es wurden unter anderem bereits über 35 Millionen Tonnen Getreide geerntet, das sind 20 Prozent mehr als im vorigen Jahr“, so Gryslow.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren