22:45 19 August 2017
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    Russische Justiz belegt alle Aktien des Ölförderers Russneft mit Arrest

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    MOSKAU, 08. August (RIA Novosti). Ein Stadtbezirksgericht von Moskau hat 100 Prozent der Aktien des russischen Ölförderers Russneft mit Arrest belegt.

    Das teilte der Untersuchungsausschuss beim russischen Innenministerium am Mittwoch mit. Die Papiere seien bereits am 31. Juli gesperrt worden, hieß es. Russneft zählt zu den landesweit zehn größten Ölunternehmen.

    Der Untersuchungsausschuss beschuldigt den früheren Russneft-Chef Michail Guzerijew, illegales Unternehmertum betrieben und Steuern hinterzogen zu haben? und appelliert an das Gericht, die Aktien des Unternehmens zu sperren. Einzelheiten der Untersuchung werde der Ausschuss später mitteilen.

    Im Juli hatte das Moskauer Schiedsgericht die Gesetzlichkeit des Justizbeschlusses bekräftigt, von Russneft 3,7 Milliarden Rubel Steuern für das Jahr 2003 und das erste Quartal 2004 nachzufordern. Dabei wurden die Steuernachforderungen vom Gericht leicht gesenkt. Dem Schiedsgericht liegen ferner mehrere Klagen der Föderalen Steuerbehörde vor, wonach Transaktionen mit Russneft-Aktien für nichtig erklärt werden sollen.

    Russneft ist eine große vertikal-integrierte Ölholding. Zum Unternehmen gehören 30 Förderbetriebe, drei Ölraffinerien, zwei Transportbetriebe und 300 Tankstellen. In der Vorwoche tauchten Meldungen auf, nach denen der Mischkonzern Basic Element (BasEl) des Milliardärs Oleg Deripaska Russneft übernehmen will. Am vergangenen Dienstag hatte der Chef des russischen Kartellamtes, Igor Artemjew, in Moskau mitgeteilt, dass der Antrag von BasEl nicht ordnungsgemäß ausgefertigt sei und vorerst nicht geprüft werde.

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