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    Irakischer Ölminister: Ölverträge mit Saddam Hussein und Kurdistan werden revidiert

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    MOSKAU, 08. August (RIA Novosti). Die Verträge der Ölfirmen, die mit dem Saddam-Hussein-Regime und den Behörden von Kurdistan geschlossen wurden, sollen entsprechend den neuen irakischen Gesetzen revidiert werden. Das teilte der irakische Ölminister Hussein al-Shahristani am Mittwoch mit.

    „Im neuen Ölgesetz, das gerade entworfen wird, heißt es, dass jeder Vertrag, der mit dem einstigen Regime und mit den Behörden der kurdischen Autonomie geschlossen wurde, revidiert und in Einklang mit dem neuen Gesetz gebracht werden muss“, sagte der Ölminister nach seiner Ankunft in Moskau in einem Interview für RIA Novosti.

    Die Verträge sollen einer Reihe von Bedingungen entsprechen, sagte der Minister.

    Erstens müssen die Partner des Irak die Souveränität und sein Eigentumsrecht auf die Bodenschätze anerkennen. „Nach dem Gesetz gehören die Rechte auf alle Ölvorkommen dem irakischen Volk“, sagte al-Shahristani.

    Zu den Bedingungen zählen auch „Umweltschutz und die Ausbildung von irakischen nationalen Kadern für die Arbeit in der Ölbranche. Wenn alle diese Bedingungen beachtet werden, bleiben die früher geschlossenen Verträge gültig“, sagte der Minister.

    Die Arbeit an dem neuen Ölgesetz soll im September, nach Ende der Parlamentsferien, weitergehen, sagte er.

    „Jedes Land will Verbindungen zum Irak im Öl- und Gasbereich entwickeln, die russischen Firmen zeigen sich auch am Abbau der irakischen Vorkommen interessiert. Wir stehen mit allen interessierten Firmen im Dialog“, sagte al-Shahristani.

    Nach den erkundeten Ölvorräten, die auf 112 Milliarden Barrel gerechnet werden, nimmt der Irak nach Saudi-Arabien den zweiten Platz in der Welt ein.

    Die nicht erkundeten Vorräte können nach einigen Schätzungen 200 Milliarden Barrel betragen.

    Auf die Frage, welche Möglichkeiten sich nach der Verabschiedung des Gesetzes für die russischen Firmen eröffnen, antwortete der Minister: „Der Irak verteilt keine Quoten zwischen den Ländern. Das Gesetz wird die Bedingungen für einen freien transparenten Wettbewerb bestimmen“.

    „Jedes qualifizierte globale Unternehmen wird an der Erschließung des Ölreichtums teilnehmen können, wenn es die besseren Konditionen anbietet“, sagte der Ölminister.

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