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    Minister: Russische Ölfirmen werden im Irak keine Präferenzen genießen

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    MOSKAU, 08. August (RIA Novosti). Die russischen Ölkonzerne werden beim Einsatz im Irak nach Worten des irakischen Ölministers Hussein al-Shahristani keine Präferenzen genießen.

    "Präferenzen sind weder für Länder noch für einzelne Unternehmen geplant", sagte der Minister am Mittwoch nach seiner Ankunft in Moskau. Die russische Ölfirma LUKoil werde mit anderen Unternehmen gemäß dem neuen irakischen Ölgesetz gleichberechtigt konkurrieren.

    Nach den erkundeten Vorräten von etwa 15,3 Milliarden Tonnen (112 Milliarden Barrel) Öl liegt der Irak an zweiter Stelle nach Saudi-Arabien. Die noch nicht erkundeten Vorräte im Irak werden von Fachleuten auf 200 Milliarden Barrel geschätzt.

    "LUKoil hatte früher aktiv in der Region gearbeitet und hat eigene Angaben der geologischen Erkundung… Sollte LUKoil im Vergleich zu anderen Konkurrenten günstigere Vorschläge unterbreiten, werden Verträge unterzeichnet", sagte El-Shahristani.

    Früher hatte LUKoil einen Vertrag über die Erschließung des großen Ölfeldes Westkurna-2 mit einer Laufzeit bis 2020 unterzeichnet. Die nachgewiesenen ausbringbaren Vorräte des Feldes werden von Experten auf knapp sechs Milliarden Barrel und der Investitionsbedarf auf vier Milliarden US-Dollar geschätzt.

    Unter Saddam Hussein konnten die russischen Unternehmen im Irak wegen der Sanktionen, die gegen Bagdad nach dem Golf-Krieg verhängt wurden, keine Ölprojekte umsetzen. Ende 2002, kurz vor dem Sturz des Saddam-Regimes, erklärte die irakische Seite, dass das Westkurna-Abkommen aufgekündigt sei, weil die russische Seite die vertraglichen Bedingungen nicht erfüllt habe. LUKoil bezeichnet den Vertrag weiterhin als gültig. Bislang bekundete der russische Konzern mehrmals die Absicht, mit der neuen irakischen Regierung über dieses Projekt zu verhandeln.

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