06:52 18 August 2017
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    Wozu braucht Russland irakisches Erdöl? - "Gaseta"

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    MOSKAU, 10. August (RIA Novosti). Die irakische Regierung wird die meisten der größten Ölvorkommen ihres Landes nationalisieren.

    Iraks Ölminister Hussein al-Shahristani hat während seines jüngsten offiziellen Moskau-Besuchs erklärt, dass alle 27 Lagerstätten, die heute im Irak abgebaut werden, bis Ende September von der Nationalen Ölgesellschaft übernommen werden. Das gleiche Schicksal erwartet auch all die großen Vorkommen, auf denen die Arbeit nach dem US-Einmarsch gestoppt wurde.

    Wie die Tageszeitung "Gaseta" am Freitag schreibt, verlieren aber die russischen Ölunternehmen und in erster Linie Lukoil nicht ihre Hoffnung auf ein Stück vom irakischen Öl-Kuchen. Wozu haben sie das aber nötig?

    Valeri Jasew, Vorsitzender des Staatsduma-Ausschusses für Energiewirtschaft, Verkehrs- und Fernmeldewesen: Wir brauchen das irakische Erdöl genauso wie das zentralasiatische Erdgas.

    Grigori Sergijenko, Exekutivdirektor des Russischen Brennstoff-Verbandes: Erdöl hat man immer nötig, insbesondere angesichts der erhöhten Nachfrage auf den Weltmärkten. Die Nachfrage wird unabhängig vom Ort der Ölförderung bestehen.

    Wir werden das irakische Öl kaum importieren, während die Export-Infrastruktur im Irak vielleicht sogar bequemer ist als in Russland. Deshalb ist es wichtig, die Regionen abzustecken, die Vorteile und Profite in Zukunft sichern. Erdöl wird immer teurer und die Förderbedingungen werden zwangsläufig immer schlechter. Derjenige, der geringere Unkosten haben wird, wird auch Marktvorteile haben.

    Sergej Grigorjew, Vizepräsident des Staatsunternehmens Transneft: Wozu haben die Amerikaner das irakische Erdöl nötig? Es geht ja ums Geschäft. Insofern ist es wohl gar nicht schlecht, wenn russische Unternehmen auf den Weltmarkt kommen. Natürlich geht es jetzt um eine Vorarbeit für die Zukunft, denn ein friedliches Leben wird dort irgendwann auch einziehen.

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