20:45 17 Dezember 2017
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    Moldawische Weinproduzenten verzichten auf Lieferungen nach Russland - „Iswestija“

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    MOSKAU, 21. August (RIA Novosti). Die moldawischen Weinproduzetnen haben lange Zeit versucht, eine Genehmigung für die Rückkehr auf den russischen Markt zu erhalten, schreibt die Zeitung „Iswestija“ vom Dienstag. Doch nachdem die russische Verbraucherschutzbehörde (Rospotrebnadsor) sieben Unternehmen die Genehmigungen für die Einfuhr erteilt hatte, weigerten sich plötzlich die moldawischen Beamten, die Lieferungen wieder aufzunehmen.

    Die moldawischen Produzenten bemühten sich so sehr um eine Rückkehr nach Russland, dass sie sogar russische Spezialisten in ihre Werke ließen. Da jedoch nur sieben von den insgesamt 24 Weinproduzenten das Privileg erhielten, wieder an den großen Nachbarstaat zu liefern, kam es zu Empörung.

    Valeriu Mironescu, Direktor der moldawischen Behörde für Wein, erklärte, dass entweder alle oder niemand zurückkehren werden: „Wir werden eine Diskriminierung der Weinproduzenten nicht zulassen.“

    Die Argumente von Rospotrebnadsor treffen bei der moldawischen Staatsführung auf wenig Verständnis. Präsident Vladimir Voronin ist mit der Politik gegenüber den moldawischen Weinproduzenten unzufrieden und forderte eine Entscheidung über alle Produzenten.

    Moldawien legt schon auf eigene Initiative seinen Weinproduzenten Hindernisse in den Weg. Selten gab es in der Wirtschaft derartige Beispiele von Solidarität: Welches Unternehmen verzichtet schon auf ein Geschäft, um seine weniger erfolgreichen Kollegen zu unterstützen.

    All das wirkte sich ernsthaft auf die Wirtschaft der Republik aus.

    Russland kaufte bis zu 80 Prozent der ganzen Erzeugnisse der moldawischen Weinproduzenten auf. Durch das Totalverbot gingen die Einnahmen aus dem Weinexport von 313 Millionen US-Dollar auf 173 Millionen US-Dollar zurück. Und der russische Weinmarkt stopfte schon die „Löcher“ mit eigenem Rebensaft.

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