15:49 21 August 2017
SNA Radio
    Wirtschaft

    Kasachstan setzt Fördergenehmigung für italienisches Ölunternehmen Eni aus

    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    0 7 0 0

    Kasachstans Regierung hat der italienischen Firma Eni die Fördergenehmigung für das im Kaspischen Meer gelegene Ölfeld Kaschagan, das größte des Landes, für drei Monate ausgesetzt.

    ASTANA, 27. August (RIA Novosti). Kasachstans Regierung hat der italienischen Firma Eni die Fördergenehmigung für das im Kaspischen Meer gelegene Ölfeld Kaschagan, das größte des Landes, für drei Monate ausgesetzt.

    Das teilte der kasachische Umweltschutzminister Nurlan Iskakow am Montag in Astana mit.

    Vorige Woche hatte das Umweltschutzministerium von Kasachstan Eni die „systematische Verletzung“ der Umweltvorgabe bei den Förderarbeiten vorgeworfen, bei denen schwere Umweltschäden drohen.

    Daraufhin berichteten italienische Medien, dass Italiens Ministerpräsident Romano Prodi persönlich nach Kasachstan reisen wolle, um mit der dortigen Regierung alle strittigen Fragen zu lösen und einen Entzug der Förderlizenz von Eni zu verhindern.

    Ende Juli hatte die italienische Firma der kasachischen Regierung ein neues Konzept für Kaschagan vorgelegt. Demnach soll der Beginn der Ölförderung von 2008 auf die zweite Jahreshälfte 2010 verlegt werden, die Kosten sollen von 57 auf 136 Milliarden Dollar steigen.

    Der Start der Förderproduktion auf dem Kaschagan-Feld, dessen abbaufähige Reserven auf mindestens sieben Milliarden Barrel geschätzt werden, wurde bereits mehrmals verschoben. Zuerst war er für 2005 geplant. Doch der Projektbetreiber meldete technische Probleme und verschob den Beginn der Produktion auf Ende 2008. Die kasachische Regierung erhielt dabei eine Entschädigung von 150 Millionen Dollar. Später stieg die kasachische Regierung selber mit 8,33 Prozent ins Projekt ein, die sie bei British Gas erwarb.

    Wenn die Ölförderung in Kaschagan 2008 begonnen hätte, dann sollte die gesamte Ölproduktion in Kasachstan bis 2010 auf 90 Millionen Tonnen und bis 2015 auf mehr als 130 Millionen Tonnen steigen. Gegenwärtig beträgt die Jahresproduktion in Kasachstan 63 Millionen Tonnen.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren