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    Liebherr und Hydromash wollen gemeinsam Zulieferteile für Flugzeugbau herstellen

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    NISCHNI NOWGOROD, 27. August (RIA Novosti). Der deutsche Konzern Liebherr-Aerospace und der russische Flugzeugbauzulieferer Hydromash gründen ein Gemeinschaftsunternehmen für die Entwicklung und Herstellung von zivilen Luftfahrtausrüstungen.

    Eine entsprechende Vereinbarung unterzeichneten Willi Liebherr, Präsident des Verwaltungsrats von Liebherr-International, und Hydromash-Präsident Wladimir Lusjanin auf der Luft- und Raumfahrtmesse MAKS im Moskauer Vorort Schukowski, wie ein Hydromash-Sprecher mitteilte.

    Das Joint Venture mit dem Namen Liebherr-Aerospace Nischni Nowgorod soll im Gebiet Nischni Nowgorod seinen Sitz haben, wo auch Hydromash ansässig ist. Die Investitionen sollen bei rund 15 Millionen Euro liegen.

    Bereits 2006 hatte Liebherr den Bau eines Werkes im Gebiet Nischni Nowgorod angekündigt, das Zulieferteile für Bautechnik herstellen soll. Regionale Behörden stellten Liebherr dafür 120 Hektar zur Verfügung. Die Produktion von Luftfahrtausrüstungen soll auf demselben Gelände errichtet werden.

    Der Familienbetrieb Liebherr wurde 1949 von Hans Liebherr gegründet. Gegenwärtig zählt der Konzern zu den weltweit größten Herstellern von Baumaschinen. Liebherr ist auf die Produktion von Erdbaugeräten, Bau- und Fördertechnik spezialisiert. Das Unternehmen hat gute Erfahrungen auch bei der Produktion von Ausrüstungen für andere Sparten, so von Bauteilen für die Flugzeugindustrie. 2006 betrug sein Jahresumsatz 6,5 Milliarden Euro.

    Hydromash gilt als führende russische Firma bei der Entwicklung, Fertigung und dem Testen von Fahrwerken, Hydraulikzylindern und Hydraulikaggregaten für die Luftfahrt.

    Mit Fahrgestellen aus der Hydromash-Produktion sind die russischen Flugzeuge Jak, Il, Tu, MiG und Su-Jäger ausgestattet. Hydromash baute zudem das Fahrgestell für die sowjetische Raumfähre Buran. Gegenwärtig hat das Unternehmen Aufträge im Wert von knapp 50 Millionen Euro.

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