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    Magnat Deripaska übernimmt Kontrolle über Autozulieferer Magna - „Business & Financial Markets“

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    MOSKAU, 29. August (RIA Novosti). In ihrer Sonderversammlung haben die Aktionäre des kanadischen Konzerns Magna International am Dienstag den Verkauf von 20 Millionen Aktien der A-Klasse für 1,54 Milliarden Dollar an das Unternehmen Russkije Maschiny gebilligt, das dem russischen Großunternehmer Oleg Deripaska gehört.

    Dem Vorstand der kanadischen Gesellschaft gelang es offenbar, die Minderheitsaktionäre von den positiven Entwicklungsperspektiven der Russland-Geschäfte trotz der damit verbundenen Risiken zu überzeugen, schreibt die Wirtschaftszeitung „Business & Financial Markets“.

    Gemäß der im Mai bekanntgegebenen Abmachung wird Russkije Maschiny die gekauften Magna-Aktien in die speziell gegründete Gesellschaft NewCo investieren, die die Kontrolle über Magna übernehmen wird. Auch der Gründer und der größte Aktienbesitzer von Magna, Frank Stronach, wie auch mehrere Magna-Top-Manager werden ihre Aktien beisteuern. Deripaska und Stronach sollen gleiche NewCo-Anteile bekommen und diesen Großproduzenten von Autoteilen kontrollieren.

    Noch am Vorabend der Abstimmung hatten viele Minderheitsaktionäre erklärt, sie würden gegen das geplante Geschäft stimmen. Wie die Zeitung „Globe and Mail“ schrieb, kontrollierten die Gegner der Abmachung mindestens acht Prozent der Magna-Aktien der A-Klasse. Sie begründeten ihre ablehnende Haltung damit, dass der Verkauf von weniger als 20 Prozent der Aktien an Russkije Maschiny faktisch einen Wechsel des Besitzers bedeuten würde. Nach der Billigung des Geschäfts sank der Kurs der Magna-Aktien an der New Yorker Effektenbörse um 1,59 Prozent.

    Sewastjan Kosizyn, Analyst der Investmentgesellschaft BrokerKreditService, führt die negative Marktreaktion darauf zurück, dass die Investoren das Geschäft mit Russkije Maschiny als übermäßig riskant bewerten. Dabei ist es für Magna vom Vorteil, weil in Russland ein Wachstum des Marktes für die Magna-Produkte zu erwarten ist, stellt der Experte fest.

    Russkije Maschiny profitiert vom Geschäft wohl noch eindeutiger: Die Gesellschaft wird neue Technologien und einen Zugang zum Weltmarkt bekommen, betont Iwan Bontschew, Experte für die Kfz-Industrie der Gesellschaft Ernst & Young.

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