05:24 22 Juli 2018
SNA Radio
    Wirtschaft

    Russland beginnt mit Lieferungen von Flugabwehrsystemen „Buk“ an Syrien - "Wedomosti"

    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    0 20
    MOSKAU, 29. August (RIA Novosti). Russland hat mit der Erfüllung des Liefervertrags mit Syrien über die Flugabwehr-Raketensysteme „Buk“ begonnen, teilte die russische Zeitung "Wedomosti" am Dienstag mit.

    Syrien hat bereits mehrmals Interesse an den neuesten russischen Flugabwehrsystemen S-300 und S-400 bekundet. Doch Quellen in der russischen Rüstungsindustrie teilten der Zeitung „Wedomosti“ mit, dass S-300 und S-400 wohl kaum jemals nach Syrien verkauft werden.

    Dennoch trat Anfang dieses Jahres ein Vertrag in Kraft, wonach Russland Fla-Systeme Buk-M2 im Wert von mindestens 200 Millionen Dollar an Syrien liefern soll.

    Der staatliche Waffenexporteur Rosoboronexport verweigert jeden Kommentar zu dem Deal. Die neue Modifikation Buk-M2, ausgestattet mit einem neuen Radar, wurde auf der Luftfahrtmesse MAKS 2007 im Moskauer Vorort Schukowski zum ersten Mal präsentiert.

    2004 habe Russland mit Syrien Verträge über die Lieferung von Fla-Systemen mit kurzer („Strelez“ und „Panzir“) und mit mittlerer Reichweite („Buk“) abgeschlossen, sagte Ruslan Puchow, Direktor des Zentrums für Strategie- und Technologieanalyse. Das belege, dass Moskau nicht nur keine Angriffswaffen (wie Iskander-Raketen) an Syrien liefern will, sondern auch von den Verteidigungssystemen nur jene liefert, die keine großen Reichweiten haben und deshalb Israel nicht gefährden.

    Dennoch verfolge Russland Geschäftsinteressen in der Region, konstatierte der Experte. Syrien sei einer der wenigen Partner Moskaus in der arabischen Welt. Deshalb könne Russland auf Waffengeschäfte mit ihm nicht völlig verzichten.

    Die russische Regierung hatte bereits seit langem angekündigt, sie wolle die Region nicht mit den Waffen spicken, die die dortige Lage destabilisieren können, sagte Jewgeni Satanowski, Präsident des Instituts für den Nahen Osten. Deshalb haben Syrier und mit ihnen verbündete Iraner nicht weniger Vorbehalte gegen Moskau als die Israelis. Die Syrier und Iraner seien nämlich mit dem Sortiment der ihnen angebotenen Waffen unzufrieden, während die Israelis grundsätzlich gegen Waffenlieferungen an Syrien und Iran seien, stellte Satanowski fest.

    Das neue Flugabwehrsystem Buk-M1-2 kann 45 Kilometer weit und 25 Kilometer hoch schießen. Russland schloss mit Ägypten und Iran Verträge ab, wonach es alte sowjetische Flugabwehr-Systeme „Kub“ in diesen Staaten auf Buk-Raketen umrüsten soll.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren