20:06 18 Oktober 2018
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    Dauergerede über Dollar-Sturz übertrieben - “Rossijsksaja Gaseta”

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    MOSKAU, 29. August (RIA Novosti). Von einem baldigen Dollar-Sturz wird schon seit etwa fünf Jahren geredet. Zweifellos macht die US-Wirtschaft momentan nicht die besten Zeiten durch. Dennoch wäre es verfrüht, die US-Währung abzuschreiben, meint Jewgeni Jassin am Mittwoch in der „Rossijskaja Gaseta“.

    Trotz aller Probleme bleibt die US-Wirtschaft weiterhin die stärkste in der Welt, führt Dmitri Jassin, wissenschaftlicher Leiter der Moskauer Wirtschaftshochschule und ehemaliger russischer Wirtschaftsminister, weiter aus. Das BIP in den USA beträgt 38 000 Dollar pro Kopf im Jahr, in Europa liegt diese Zahl im Durchschnitt bei 25 000 und in Russland bei 10 000 Dollar.

    Man spricht von einer gestiegenen Konkurrenz mit China, so der Experte. Dabei liefert China Massenartikel an die Vereinigten Staaten, während alle Innovationsprodukte in erster Linie aus den USA kommen. Die stärkste Wirtschaft ist nämlich diejenige, die bei der Herstellung ihrer Erzeugnisse am kreativsten und am flexibelsten ist. Bei einer vernünftigen Finanz- und Wirtschaftspolitik kann die US-Wirtschaft überaus schnell wieder die frühere Form zurück erlangen. Die neue Administration, die nach der Präsidentenwahl im kommenden Jahr an die Macht kommt, wird die Fehler korrigieren müssen, die die US-Wirtschaft zwar ernsthaft belastet, jedoch keinesfalls in die Enge getrieben haben. Insofern sind alle Prognosen, laut denen die US-Wirtschaft zusammenbrechen wird und andere Länder vorpreschen würden, unbegründet.

    Russland sollte sich von den Märchen über einen baldigen „Dollar-Tod“ nicht einlullen lassen. Statt dessen soll es um eine Festigung des Rubels in der Welt kämpfen. Solange aber ein Wettrennen zwischen dem Dollar und dem Euro im Gange ist, wird sich der Rubel zwar weiter festigen, aber keine ernsthafte Bedrohung für die amerikanische und die europäische Währung darstellen. Russland müsste sein Entwicklungsprogramm gerade auf einer Steigerung der Konkurrenzfähigkeit aufbauen, betont der Experte.

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