14:58 21 November 2017
SNA Radio
    Wirtschaft

    Experten zweifeln an Turkmenistans Vorräten für Gasexport nach China - „Wedomosti“

    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    0 0 0 0
    MOSKAU, 31. August (RIA Novosti). Turkmenistan und China haben mit dem Bau einer Gaspipeline begonnen, über die 30 Milliarden Kubikmeter Gas im Jahr nach China geliefert werden sollen. Experten zweifeln indes an Turkmenistans Fähigkeit, dieses Versprechen 2009, wenn das Rohr fertiggestellt werden soll, einzuhalten, schreibt die Tageszeitung „Wedomosti“ am Freitag.

    Das Abkommen über den Bau der Gasfernleitung Turkmenistan - China und über Gasförderung am rechten Ufer des Flusses Amudarja unter Beteiligung chinesischer Unternehmen war im April 2006 unterzeichnet worden. Laut diesem Dokument soll Turkmenistan ab 2009 im Laufe von 30 Jahren jährlich 30 Milliarden Kubikmeter Gas liefern.

    Wie Turkmenistans Staatschef Gurbanguly Berdymuhammedow bei der Übergabe von Unterlagen zur Erkundungs- und Förderarbeiten an der Amudarja an das chinesische Staatsunternehmen CNPC betonte, „bietet Turkmenistan erstmals einer ausländischen Gesellschaft das Recht an, Gas auf seinem Festland zu gewinnen“.

    In dem Product-Sharing-Abkommen mit CNPC war vom Vorkommen Bagtyjarlyk die Rede. Dort sollen 13 Milliarden Kubikmeter Gas im Jahr gefördert werden. Die restlichen 17 Milliarden Kubikmeter sollen aus „neuen Lagerstätten“ kommen, so Turkmenistans Staatschef. Konkrete Vorkommen nannte er zwar nicht, betonte jedoch zugleich, dass die Gesamtvorräte auf dem rechten Amudarja-Ufer 1,3 Billionen Kubikmeter Gas ausmachen. Diese Zahl wurde von einer turkmenisch-chinesischen Expertengruppe bestätigt.

    Unter den „neuen Vorkommen“ meinte der Staatschef offenbar Iolotan und Osman am linken Amudarja-Ufer, sagt Andrej Grosin aus dem Moskauer GUS-Institut. Die beiden Gasfelder sind relativ neu, von dort wird kein Gas nach Russland geliefert.

    Konstantin Tscherepanow, Analyst der Investmentgesellschaft KIT Finans, zweifelt daran, dass Turkmenistan bis 2009 seine Fördermenge bis zu dem von den Exportverträgen mit Russland, Iran und China erforderlichen Stand anheben wird.

    Nach Angaben des Konzerns BP belief sich die Gasförderung in Turkmenistan im vergangenen Jahr auf 62 Milliarden Kubikmeter. Zugleich verpflichtete sich der zentralasiatische Staat, in den Jahren 2007 bis 2009 jährlich 50 Milliarden Kubikmeter Gas an Russland zu liefern. Weitere sieben Milliarden Kubikmeter werden jährlich nach Iran gepumpt, während der Inlandsverbrauch bei 17,4 Milliarden Kubikmetern im Jahr liegt.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren