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    Immer weniger Touristen reisen nach Russland - „Iswestija“

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    MOSKAU, 03. September (RIA Novosti). Die Zahl der ausländischen Touristen, die Russland besuchen möchten, geht rasant zurück. Das stellte der Russische Reiseindustrie-Verband (RST) fest. Die Hauptursache liegt in den zu hoch angesetzten Preisen, schreibt die „Iswestija“ am Montag.

    Wie es bei RST hieß, sind die meisten Gäste Russlands dienstlich in dieses Land gekommen, während die Zahl der Touristen um 14 Prozent geschrumpft ist.

    Reisegesellschaften, die auf die Aufnahme von Ausländern spezialisiert sind, meldeten 20- bis 50-prozentige Verluste, teilte RST-Pressesekretärin Irina Tjurina mit.

    Laut Branchenexperten stellt der Staat zu wenig Mittel für die internationale Werbung für Russland als Touristenziel zur Verfügung. So wurden in diesem Jahr rund vier Millionen Euro bereitgestellt, während das kleine Rumänien 5,7 Millionen Euro für diese Zwecke investiert, von Frankreich oder Griechenland ganz zu schweigen, die 60 bis 121 Millionen Euro im Jahr dafür bereitstellen.

    Die Preise für eine Touristenreise nach Russland sind in den letzten Jahren auf das 2,5-fache gewachsen. Für eine einwöchige Russland-Tour muss ein Deutscher bzw. ein Franzose mindestens 1 500 Euro hinblättern. Für das gleiche Geld können sie zwei Wochen in China bzw. in den USA verbringen.

    Im vergangenen Jahr haben sich Reisegesellschaften darum bemüht, Sankt Petersburg als Wochenend-Reiseziel für die Europäer zu propagieren. Zugleich hoben aber die Petersburger Hotels ihre Preise um 30 Prozent an. Als Folge fangen nun die Preise für ein Zweibett-Zimmer mit Frühstück in dieser Stadt bei 170 Dollar pro Nacht an.

    Die Branche schätzt die Gesamtverluste, die sie im 1. Halbjahr infolge der geschrumpften Touristenzahl verbuchen musste, auf mehr als 140 Millionen Euro.

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