03:48 21 November 2017
SNA Radio
    Wirtschaft

    Erste Vizechefin der russischen Zentralbank kündigt am Dienstag

    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    0 0 0 0
    MOSKAU, 03. September (RIA Novosti). Die Erste Vizevorsitzende der Bank Russlands, Tatjana Paramonowa, wird ihren Arbeitsplatz in der Zentralbank am 4. September verlassen.

    Das erfuhr RIA Novosti am Montag aus informierten Quellen in der Umgebung Paramonowas.

    „Tatjana Paramonowa befindet sich zurzeit in der Bank. Sie arbeitet bis zum 3. September und muss noch ihre Sachen packen“, betonte die Quelle.

    Am vergangenen Freitag hatte die Zeitung „Wedomosti“ über die für den 3. September geplante Entlassung Paramonowas informiert, „und zwar nicht auf eigenen Wunsch, sondern wegen Personalkürzung.“

    Ein Sprecher in der Zentralbank bestätigte gegenüber RIA Novosti die Information über Paramonowas Entlassung, präzisierte allerdings nicht, ob der Posten, den sie bekleidet hat, tatsächlich abgeschafft werden soll.

    In der Zentralbank gibt es neben Paramonowa drei weitere Erste Vizevorsitzende, die gleichzeitig Direktoriumsmitglieder der Bank sind. Die Vollmachten Paramonowas in diesem Gremium wurden Anfang dieses Jahres von der Staatsduma nicht verlängert, weil der Vorsitzende der Zentralbank, Sergej Ignatjew, ihre Kandidatur den Abgeordneten nicht vorgeschlagen hatte.

    Paramonowa hat in der Staatsbank der UdSSR und der Zentralbank Russlands insgesamt 35 Jahre gearbeitet. Von 1994 bis 1995 stand sie an der Spitze der Zentralbank.

    Laut der Zeitung „Wedomosti“ wird Paramonowa demnächst eine Stelle in der Offenen AG „Russische Eisenbahnen“ (RZD) erhalten. Ein RZD-Sprecher sagte allerdings gegenüber RIA Novosti, in dem Unternehmen wüsste man davon nichts.

    Im Oktober 2006 hatte der Zentralbankchef Ignatjew in einem Pressegespräch seine Entscheidung, Paramonowa aus dem Direktorium auszuschließen, mit der mangelhaften Effizienz ihrer Arbeit begründet. Er verwies zwar auf die Arbeitsfähigkeit und den Professionalismus seiner Stellvertreterin, äußerte aber auch, dass sie ihre Aufgaben nicht gut genug erfülle.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren