08:46 21 November 2017
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    Deutsche Justiz vermutet russische Mafia hinter Oligarch Deripaska - "Gazeta.Ru"

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    MOSKAU, 04. September (RIA Novosti). Der russische Milliardär Oleg Deripaska steht bei der deutschen Justiz im Verdacht, mit einer Mafia-Gruppe aus Russland verbunden zu sein, die in Deutschland Geldwäsche betreibt. Deripaskas Umgebung weist die Vorwürfe als Umtriebe der Konkurrenten zurück.

    Trotzdem gefährden die Gerüchte den Börsengang des Deripaska mehrheitlich gehörenden Aluminium-Konzerns Rusal, berichtet die Internet-Zeitung „Gazeta.Ru“ am Dienstag.

    Dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ zufolge verbindet die Stuttgarter Staatsanwaltschaft Deripaska mit der Ismailowskaja-Mafia, die in Deripaskas Auftrag dessen Konkurrenten ermordet haben soll. Der Multimilliardär selbst dementierte bereits mehrmals die Informationen vom „Spiegel“. Auch die von Deripaska kontrollierte Firma Basic Element wies die Anschuldigungen als falsch zurück. Hinter diesen Gerüchten vermutet sie ihre Konkurrenten, die durch diese „Verleumdung“ deren Expansion auf dem Auslandsmarkt behindern wollen.

    Viele Experten verbinden den Skandal um Deripaska mit dem geplanten Börsengang des Rusal-Konzerns in London. „Diese Information macht Rusal sicherlich nicht attraktiver für die Investoren, die Bedenken gegen mögliche Beziehungen zu Mafia hegen“, sagte Wjatscheslaw Schabin von BrokerCreditService.

    Deripaska scheinen diese Anschuldigungen nicht zu stören. Laut „Spiegel“ kauft der russische Alu-Multi Aktien des Chrysler-Konzerns und des deutschen Bauunternehmens Hochtief aktiv ein. Außerdem besitzt er bereits 30 Prozent am österreichischen Bauunternehmen Strabag SE, einem der größten in der Welt. In Russland ist Deripaska kurz davor, die Ölfirma Russneft zu übernehmen. Außerdem kämpft er neben Severstal-Besitzer Alexej Mordaschow um die Sperrminorität am Turbinenhersteller Power Machines. Auf diese Geschäfte haben die Gerüchte über die bewegte Vergangenheit des Unternehmers keine Auswirkung. Der Skandal wird wahrscheinlich nach den Pressemeldungen enden.

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