21:38 23 November 2017
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    Tadschikistan weist russischem Alu-Konzern Rusal die Tür

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    DUSCHANBE, 04. September (RIA Novosti). Tadschikistan hat auf die Einbindung des russischen Aluminium-Konzerns UC Rusal in den Bau des Wasserkraftwerkes Rogun verzichtet. Präsident Emomali Rachmonow unterzeichnete eine Verordnung, wonach der zentralasiatische Staat vom Vertrag mit Rusal aus dem Jahr 2004 einseitig zurücktritt.

    Laut Vertrag sollte Rusal das Wasserkraftwerk Rogun, das größte in Tadschikistan, errichten. Der Bau begann nicht, weil die Seiten über die Höhe des Staudammes und die Leistung des Kraftwerkes uneinig waren. Im Juni teilte der tadschikische Präsident mit, dass sein Land das Kraftwerk selbständig bauen werde. Einen Monat später unterzeichnete er eine Verordnung, wonach die Bauarbeiten im September beginnen sollen. Die erste Etappe soll mit einer Million Dollar finanziert werden.

    Der Rusal-Vertreter in Duschanbe Konstantin Sagrebelny sagte, er sei über diese Entscheidung nicht offiziell informiert worden. „Derartige Verträge können nicht einseitig gekündigt werden“, sagte er.

    Das Wasserkraftwerk Rogun soll 110 Kilometer östlich von der tadschikischen Hauptstadt Duschanbe errichtet werden. Die Leistung ist mit 3600 MW geplant. Die Bauarbeiten hatten noch 1976 begonnen, wurden jedoch nach dem Zerfall der Sowjetunion im Jahre 1991 abgebrochen. 1994 wurde der Staudamm durch eine schwere Überschwemmung zerstört.

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