14:56 21 November 2017
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    Rosoboronexport dementiert Meldungen über Kauf von Chiphersteller in Frankreich

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    MOSKAU, 04. September (RIA Novosti). Die russische Rüstungsholding Rosoboronexport hat Meldungen dementiert, wonach sie mit dem Kauf eines Halbleiterbetriebes in Frankreich zu tun hat.

    "Die Pressestelle des staatlichen Rüstungsexporteurs muss diese Berichte zurückweisen", teilte ein Konzernsprecher am Dienstag in Moskau mit. Rosoboronexport habe in Frankreich keine Chipfabrik gekauft, hieß es.

    In der Vorwoche hatte der Chiphersteller Infineon in München mitgeteilt, dass sich er und der Software-

    Konzern IBM von ihrem Joint Venture Altis Semiconductor

    trennen wollen. Die Anteile an dem Unternehmen, das an seinem Sitz im französischen Corbeil-Essonnes nahe Paris 1700 Beschäftigte hat, sollten den Angaben zufolge an Advanced Electronic Systems (AES) abgegeben werden. Die Details der

    Vereinbarung, die unter anderem noch der Zustimmung der zuständigen Behörden unterliege, wurden nicht bekannt. AES ist eine Schweizer Tochter der russischen Holding Global Information Services (GIS), hinter der die russische Wirtschaftszeitung "Kommersant" am vergangenen Montag den Rüstungsexporteur Rosoboronexport vermutet hat.

    Infineon hatte nach Angaben eines Unternehmenssprechers schon vor einiger Zeit angekündigt, dass man 2009 aus dem Joint Venture aussteigen wolle. Das Gemeinschaftsunternehmen Altis besteht seit 1999 und stellt vor allem Halbleiter-Komponenten für die Kommunikation, für Automobilzulieferer und Sicherheitsanwendungen her. Das Altis-Management sei in die Suche nach einem Käufer eingebunden gewesen, hieß es.

    AES werde sowohl die Technologie als auch den Standort von Altis übernehmen und habe zugesichert, die industriellen Aktivitäten fortzuführen, hieß es. Dem Unternehmen sollten auch Schlüsseltechnologien zugänglich gemacht werden, die Altis künftig nutzen könne. Unter anderem plane AES auch die Eröffnung eines Halbleiter-Entwicklungszentrums am Standort von Altis. "Wir sehen diese Übernahme als einen natürlichen Schritt der Internationalisierung des High-Tech-Geschäfts", sagte GIS-Verwaltungsratsmitglied Alexander Kalinin.

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