17:55 23 November 2017
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    Russische Firmen greifen nach libyschen Erdölfeldern

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    MOSKAU, 05. September (RIA Novosti). Die russischen Konzerne Gasprom, Lukoil und Novatek haben in der vierten Runde der staatlichen Ausschreibungen für die Erschließung der libyschen Ölfelder ihre Bewerbungsunterlagen eingereicht.

    Das teilte die libysche National Oil Corporation mit.

    Für den Tender sind 35 Gesellschaften zugelassen worden. Neben den Unternehmen aus Russland zählen dazu die Neftogas Ukrainy sowie Gas de France, Exxon Mobil, Wintershall, Statoil, Sonatrach, OMV, Shell, BP, ENI, Chevron, Petronas, ONGC und RWE.

    Libyen hat außerdem 21 Unternehmen benannt, die sich an der nächsten Etappe der Ausschreibung für Investitionen in Förderunternehmen bewerben können. Aus der libyschen Verlautbarung geht hervor, dass dazu die Unternehmen MOL, Hellinic Petroleum, Oil India, Japan Petroleum, Mitsubishi Corp., Mitsui Oil, Korea Gas, Nippon Oil, Centrica, E.On und Fenosa gehören.

    Libyen zählt mit seinen nachgewiesenen Vorkommen von gering schwefelhaltigem Erdöl in Höhe von 5,1 Milliarden Tonnen zum wichtigsten Rohstoffmagneten in Afrika. In der OPEC nimmt das Land nach Saudi-Arabien, Kuwait, den Emiraten und Irak in dieser Kennzahl den fünften Platz ein.

    Mit ungefähr 1,49 Billionen Kubikmeter nachgewiesenen Vorkommen an Naturgas nimmt Libyen in Afrika nach Algerien, Nigeria und Ägypten den vierten Platz ein.

    Libyen fördert jährlich 80,1 Millionen Tonnen Erdöl und 11,7 Milliarden Kubikmeter Gas. 83 Prozent des geförderten Gases werden auf dem Binnenmarkt abgesetzt, während die übrigen 17 Prozent ins Ausland gehen.

    Die National Oil Corporation, der staatliche Monopolist für die Erschließung und Förderung fossiler Rohstoffe in Libyen, wurde 1970 gegründet. In ihrem Besitz befinden sich der petrochemische Komplex Ras Lanuf und mehrere Ölraffinerien.

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