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    Russische Spitzbergen-Kommission tagt im Oktober

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    MURMANSK, 06. September (RIA Novosti). Die Kommission der russischen Regierung zur Gewährleistung der Präsenz Russlands auf dem Spitzbergen-Archipel soll im Oktober dieses Jahres unmittelbar auf Spitzbergen zu einer Sitzung zusammentreten.

    Das teilte der Gouverneur des Gebietes Murmansk, Juri Jewdokimow, am Donnerstag Journalisten in Murmansk mit. Jewdokimow ist Mitglied der Kommission. Auf einer der Inseln des Archipels hat Russland nach einer Vereinbarung mit Norwegen das Recht auf die Kohlegewinnung. Im vergangenen Jahr wurde das Territorium, wo sich die russischen Zechen befinden, zum Naturschutzgebiet erklärt, worauf die Kohlegewinnung unmöglich wurde. Die von Vizeregierungschef Sergej Naryschkin geleitete Regierungskommission wurde im Sommer dieses Jahres auf Anordnung von Ministerpräsident Michail Fradkow hin gegründet.

    Jewdokimow teilte ferner mit, dass die erste organisatorische Sitzung der Spitzbergen-Kommission vor kurzem in Moskau stattgefunden hatte. "Beschlossen wurde, die zweite Sitzung im Oktober auf Spitzbergen durchzuführen." Jewdokimow zufolge gibt es in der russischen Zone auf Spitzbergen viele Probleme, die auf der Ebene der Regierung gelöst werden müssen.

    "Wir müssen dort Klima- und geophysikalische Forschungen vornehmen, weil in der Region Ölvorräte vermutet werden. Wir müssen den Fischfang und die Fischverarbeitung fördern sowie die Lebensbedingungen der knapp 700 Bürger Russlands verbessern, die zurzeit auf Spitzbergen arbeiten." Zudem komme es darauf an, das zu evakuieren, was die Beziehungen zu Norwegen trübe. Damit meinte Jewdokimow die großen Vorräte an Sprengstoffen, die bislang in den Kohlebergwerken genutzt wurden.

    "Im Oktober werden die Kommissionsmitglieder bestimmen, was konkret auf Spitzbergen gemacht werden soll, damit Versuche ausgeschlossen werden, Russland von diesem Archipel zu verdrängen", sagte der Gouverneur. Spitzbergen sei für Russland nicht nur von ökonomischer und politischer, sondern auch von immenser militär-strategischer Bedeutung, so Jewdokimow.

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