12:05 24 November 2017
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    Preise für Satellitenstarts nach Raketen-Panne auf Baikonur im Sinkflug - „Kommersant“

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    MOSKAU, 07. September (RIA Novosti). Nach dem am Donnerstag auf dem Weltraumbahnhof Baikonur gescheiterten Start der Trägerrakete Proton-M mit dem japanischen Telekommunikationssatelliten JCSat 11 sollen die Preise für die kommerziellen Starts mit den Proton-Raketen vorübergehend um zehn bis 15 Prozent sinken.

    Die Versicherungstarife für die entsprechenden Verträge werden zugleich um drei bis vier Prozent teurer. Dennoch werden die Starts, die bereits im Wert von 1,7 Milliarden Dollar im Voraus bestellt sind, fortgesetzt, weil das weltweite Angebot dieser Dienstleistungen zu mager ist, schreibt die Tageszeitung „Kommersant“ am Freitag.

    Der jüngste Start der Proton-Rakete war in der Gesellschaft Russki strachowoi zentr (RSZ) für 300 Millionen Dollar versichert worden.

    „Der Versicherungsmarkt für die Weltraumstarts ist recht stabil und groß“, stellt Alexander Chomjakow, Direktor der Abteilung für Versicherungen in der Luft- und Raumfahrt der Gesellschaft AVICOS, fest. „Deshalb ist ein Anstieg der Versicherungstarife nach der Panne nur um drei bis vier Prozent möglich. Wenn also ein Weltraumstart 70 Millionen Dollar kostet, werden die Versicherungssummen von elf auf 14 Millionen Dollar steigen.“

    Maxim Pjaduschkin, Redakteur der Zeitschrift „Russia/CIS Observer“, sagt einen Rückgang der Start-Tarife um zehn bis 15 Prozent voraus. Zugleich verweist er darauf, dass der Preis für einen Proton-M-Start im vergangenen Jahr von 50 auf 70 Millionen Dollar angehoben wurde.

    Wie Igor Lissow, Kommentator der Zeitschrift „Nowosti Kosmonawtiki“ (Nachrichten über die Weltraumfahrt), feststellt, werden derzeit neben den Starts mit der russischen Proton-M-Rakete Varianten mit der ukrainisch-russischen Zenit-3SL- und der europäischen Ariane-Rakete angeboten. Nach seiner Ansicht würden aber nur wenige ihre Verträge über die Starts mit der Proton-M-Rakete auflösen.

    Die Starts mit der Proton-M-Rakete werden vom Joint Venture International Launch Services Inc. (ILS) angeboten, das vom US-Unternehmen Space Transport Inc. sowie den russischen Unternehmen „Chrunitschew“ und „Energija“ gegründet wurde.

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