12:00 24 November 2017
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    Weißrussland findet in Iran neuen Ölpartner - „Nesawissimaja Gaseta“

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    MOSKAU, 07. September (RIA Novosti). Weißrussland hat jetzt einen ersten Schritt zur Ölförderung außerhalb des Landes unternommen. Diese Möglichkeit wurde ihm von Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad angeboten.

    Letzten Mittwoch unterzeichneten Weißrussland und Iran einen Vertrag über den Abbau des iranischen Ölvorkommens Dschofeir, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Freitag.

    Irans Botschafter in Weißrussland, Abdolhamid Fekri, verwies darauf, dass dieses Abkommen innerhalb kürzester Zeit zur Unterzeichnung vorbereitet worden war. Die Projekte für die gemeinsame Ölförderung waren erst beim Minsk-Besuch des iranischen Staatschefs im Mai behandelt worden.

    Damit hat Weißrussland auch einen ersten Schritt zur Energieunabhängigkeit von Russland unternommen. Dieses Problem war für Minsk Ende vergangenen Jahres aktuell geworden, als Russland von der Umstellung auf marktwirtschaftliche Beziehungen mit Weißrussland zu sprechen begann.

    Darüber hinaus wurde mit Aserbaidschan eine Beteiligung an der Erschließung von Ölvorkommen und von Öllieferungen aus dem Kaspi-Raum an weißrussische Ölraffinerien vereinbart. Außerdem wurde im vergangenen Monat ein weißrussisch-venezolanisches Joint Venture gegründet, das sich ebenfalls mit der Ölförderung befassen wird. Erwogen werden auch Öllieferungen aus Libyen.

    Zugleich sprechen Weißrusslands Offizielle ungern über ihre Öl-Pläne. Bei seiner jüngsten Pressekonferenz gab Wladimir Wolkow, Vizechef des Konzerns Belneftechim, zu, dass alternative Öllieferungen nach Weißrussland geprüft werden. „Wir müssen dazu bereit sein“, betonte er. Gleichzeitig stellte er fest, dass die Öllieferungen aus Russland vorerst preiswerter sind.

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