02:33 23 November 2017
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    Gasprom wählt aus fünf Kandidaten einen neuen Partner für Stockmann-Gasfeld

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    Fünf ausländische Unternehmen haben laut dem russischen Energiekonzern Gasprom die Chance, in das Projekt zur Erschließung des riesigen Stockmann-Gasfeldes in der Barentssee einzusteigen.

    ST. PETERSBURG, 11. September (RIA Novosti). Fünf ausländische Unternehmen haben laut dem russischen Energiekonzern Gasprom die Chance, in das Projekt zur Erschließung des riesigen Stockmann-Gasfeldes in der Barentssee einzusteigen.

    Das teilte Gasprom-Vize Valeri Golubew am Dienstag in Sankt Petersburg mit, ohne konkrete Unternehmen zu nennen. Nach seinen Worten wird Gasprom spätestens Mitte Oktober den neuen Partner bestimmen, der 24 Prozent am Projekt erwerben darf. Gegenwärtig wird Stockmann von Gasprom und der französischen Ölfirma Total erschlossen. Laut Golubew muss der zukünftige Partner über Arbeitserfahrungen unter schwierigen Wetterbedingungen sowie über Technologien verfügen, die für Förderarbeiten am Schelf notwendig sind.

    Das Stockmann-Gasfeld liegt im zentralen Teil des russischen Barentssee-Schelfs. Seine nachgewiesenen Reserven belaufen sich auf 3,7 Billionen Kubikmeter Gas und mehr als 31 Millionen Tonnen Gaskondensat.

    Mitte Juli unterzeichneten Gasprom und der französische Ölkonzern Total ein Abkommen über den Erstabbau des Stockmann-Feldes. Die Jahresproduktion ist in dieser Etappe mit 23,7 Milliarden Kubikmetern geplant. Beide Unternehmen sollen dafür ein Joint Venture gründen, an dem Gasprom mit 75 Prozent und Total mit 25 Prozent beteiligt werden. Außerdem sieht das Abkommen die Einbindung weiterer Partner ins Projekt vor, wodurch der Anteil von Gasprom auf mindestens 51 Prozent sinken kann.

    Wie Gasprom-Vizevorstandschef Alexander Ananenkow zuvor mitteilte, wird der Staatskonzern nur in der ersten Etappe mit ausländischen Partnern zusammenarbeiten. Im Anschluss soll das Vorkommen im Alleingang ausgebeutet werden.

    Mit den ersten Gaslieferungen von Stockmann sei 2013 zu rechnen. Später soll das Erdgas durch die russisch-deutsche Ostsee-Pipeline Nord Stream nach Europa befördert werden.

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