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    Russlands Kartellamt verweigert Siemens Kauf von Mehrheitsanteil an Power Machines - MEHR

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    MOSKAU, 12. September (RIA Novosti). Russlands Kartellamt („Antimonopolamt“, russ. Abk.: FAS) hat dem deutschen Technologiekonzern Siemens wie vor zwei Jahren den Erwerb des Aktienkontrollpakets des Unternehmens Power Machines verweigert.

    Das geht aus einer Mitteilung der Behörde hervor.

    „Wäre dieses Geschäft, das Gegenstand des Antrags von Siemens war, getätigt worden, hätte der Gesamtanteil des deutschen Unternehmens am russischen Markt für Energieausrüstungen rund 50 Prozent betragen und es dem Konzern ermöglicht, auf diesem Markt eine dominierende Stellung zu beziehen“, erläutert FAS.

    Power Machines, dessen Aktien Siemens, RAO UES (je 25 Prozent) und Interros (30,4 Prozent) besitzen, ist mit 37 Prozent auf dem russischen Markt für Energieausrüstungen führend. Der Anteil von Siemens an den Lieferungen von Energieausrüstungen nach Russland macht nach Angaben des Kartellamtes zirka 13 Prozent aller Aufträge der russischen Brennstoff- und Energiebetriebe aus.

    Siemens hatte bereits im Jahr 2005 die Absicht bekundet, das Aktienkontrollpaket von Power Machines zu erwerben, und einen entsprechenden Antrag an FAS gestellt. Dem Antrag wurde nicht stattgegeben, woraufhin Siemens ein Aktiensperrpaket von Power Machines kaufte.

    Indes hat das Kartellamt Ende August den russischen Unternehmern Alexej Mordaschow und Oleg Deripaska genehmigt, Power Machines unter ihre Kontrolle zu bringen.

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