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    Wissenschaftler: Krabbenpopulation binnen zwei Jahren fast halbiert

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    WLADIWOSTOK, 13. September (RIA Novosti). Die Population der fangfähigen Krabben in den Küstengewässern von Kamtschatka ist in den letzten zwei Jahren um mehr als 40 Prozent zurückgegangen.

    Das sagte die Pressesprecherin des Pazifischen Forschungszentrums für Fischerei und Ozeanforschung (TINRO-Zentrum), Jelena Jerchowa, am Donnerstag gegenüber RIA Novosti.

    Die Wissenschaftler aus dem russischen Fernost haben diese Angaben bei der Erforschung des West-Kamtschatka-Schelfs in diesem Sommer erhalten, sagte sie.

    „In den zwei Jahren, die seit der letzten Aufnahme des Kamtschatka-Schelfs durch Draggen (Sommer 2005) vergangen sind, hat sich die Zahl der fangfähigen Kamtschatka-Krabben um 40,6 Prozent reduziert. In diesem Zusammenhang hat der Wissenschaftliche Rat des TINRO-Zentrums eine Reihe von Empfehlungen vorbereitet, die befolgt werden müssen, um die Kamtschatka-Krabbe zu bewahren“, sagte Jerchowa.

    Unter anderem soll nach Meinung der Wissenschaftler der industriemäßige Fang der Kamtschatka-Krabben an der Westkamtschatka-Küste verboten werden. In der Westkamtschatka-Zone sollte auch der Fangbereich der blauen Königskrabben begrenzt werden, sagte die Gesprächspartnerin der RIA Novosti.

    Die Wissenschaftler haben im Juni und Juli 2007 eine komplexe Studie der Bioressourcen des Schelfs von Westkamtschatka durchgeführt. Während der Expedition mit dem Forschungsschiff Professor Kaganowski haben die Fachleute die Populationen von Scholle, Kabeljau, Lachs, Krabbe und anderen Seebewohnern, nach denen in der Kamtschatka-Region gefischt wird, studiert.

    Die Kamtschatka-Krabbe lebt im Japanischen und Ochotskischen Meer sowie im südlichen Teil des Beringmeeres. An der Westküste der Halbinsel Kamtschatka läuft der Krabbenfang am aktivsten.

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