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    Gasprom versichert Brüssel: Keine Schwierigkeiten beim Export nach Europa zu erwarten

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    Der EU-Kommission hat von Gasprom die Versicherung bekommen, dass eine Reduzierung der Gaslieferungen in die Ukraine, sollte Kiew nicht die offenen Rechnungen begleichen, sich nicht auf den Export nach Europa auswirken wird.

    BRÜSSEL, 03. Oktober (RIA Novosti). Der EU-Kommission hat von Gasprom die Versicherung bekommen, dass eine Reduzierung der Gaslieferungen in die Ukraine, sollte Kiew nicht die offenen Rechnungen begleichen, sich nicht auf den Export nach Europa auswirken wird.

    Laut Ferran Tarradellas Espuny, Sprecher des Energiekommissars der EU, hat die Brüsseler Kommission die Information des russischen Gasgiganten zur Kenntnis genommen und wird die Entwicklung aufmerksam verfolgen.

    Gestern hat Gasprom darauf aufmerksam gemacht, dass angesichts der bevorstehenden Spitzen beim Gasverbrauch im Herbst und im Winter eine Kürzung der Lieferungen an die Ukraine vorgenommen werden könnte, falls die noch ausstehenden Zahlungen von 1,3 Milliarden US-Dollar nicht im Oktober erfolgen.

    Am Dienstag hatte der Konzern auch die europäischen Geschäftspartner über die Schwierigkeiten mit der Ukraine unterrichtet und dabei insbesondere auf die Vertragstreue der russischen Seite verwiesen.

    Gasprom habe die Ukraine, so heißt es in der Mitteilung, mehrfach zur schleunigsten Bezahlung der Schulden aufgefordert, doch es habe keine reale Reaktion gegeben.

    Der erste Vizepremier und Finanzminister der Ukraine, Nikolai Asarow, hat indes am Mittwoch Schulden gegenüber Gasprom bestritten.

    Zur Jahreswende 2005 - 2006 hatte der russisch-ukrainische Streit über den Gaspreis bekanntlich zu Störungen bei den Gaslieferungen nach Europa geführt.

    Der Gaspreis für 2006, den die Ukraine an Gasprom bezahlen muss, betrug 230 US-Dollar pro 1000 Kubikmeter Gas. Durch den Mischpreis, den der Mittler RosUkrEnergo auf der Grundlage von russischem und zentralasiatischem Gas anbietet, bezahlte Kiew unter dem Strich jedoch nur 95 US-Dollar.

    Seitdem Turkmenistan am 1. Januar 2007 den Preis auf 100 US-Dollar angehoben hat, muss die Ukraine inzwischen schon 130 US-Dollar pro 1000 Kubikmeter entrichten. Für 2008 hat die ukrainische Regierung einen Richtpreis von 143 US-Dollar prognostiziert. Nach inoffiziellen Angaben wird er jedoch bei 180 US-Dollar liegen.

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