02:34 20 August 2017
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    Kreml-Chefexperte schließt Gefahr für Russland durch globale Finanzkrise aus

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    MOSKAU, 03. Oktober (RIA Novosti). In Russland gibt es keine Anzeichen einer Finanzkrise. Das sagte der Chef der Expertenverwaltung im Kreml, Arkadi Dworkowitsch.

    „In einigen Wochen werden diese Probleme der Vergangenheit angehören. Wir werden kein Spiegelbild einer Finanzkrise und einer Liquiditätskrise sehen“, sagte er in Moskau auf einem Wirtschaftsforum.

    Ihm zufolge haben die derzeit bestehenden Probleme damit zu tun, dass der russische Markt ein Teil des Weltmarktes sei und davon nicht unabhängig sein könne. Dabei hätten ausländische Finanzinstitute teilweise ihre Gelder vom russischen Markt zurückgenommen.

    Dworkowitsch unterstrich, dass die Zentralbank und das Finanzministerium derzeit ausreichende Maßnahmen vorbereitet hätten, um die nötige Liquidität des Finanzsystems zu gewährleisten.

    Nach der Schätzung von Dworkowitsch ist der russische Markt ausreichend liquide.

    Nach Angaben der russischen Zentralbank belief sich das Volumen der von der Zentralbank am 2. Oktober mit russischen Banken abgeschlossenen Geschäfte bei zwei Repo-Auktionen 75,7 Milliarden Rubel (2,14 Milliarden Euro, 1 Euro = 35,4 Rubel) gegenüber 61,5 Milliarden Rubel am 1. Oktober und dem historischen Höchststand von 272,3 Milliarden Rubel Ende August.

    Früher setzte die Zentralbank die Repo-Auktionen selten ein, um die Liquidität zu unterstützen.

    Zentralbank-Vizechef Sergej Uljukajew prognostizierte zuvor eine wachsenden Bedarf der russischen Banken an Geldmitteln für den Oktober und verkündete die Bereitschaft seiner Bank, den Banken je 300 bis 400 Milliarden Rubel pro Tag zu gewähren.