13:11 04 Dezember 2016
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    Iran kauft in China israelische Jäger mit russischen Triebwerken - „Kommersant“

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    MOSKAU, 23. Oktober (RIA Novosti). Iran hat mit China einen Vertrag über die Lieferung von zwei J-10-Jägerstaffeln unterzeichnet, schreibt die Zeitung „Kommersant“ am Dienstag.

    Das Projekt dieses Flugzeuges wurde von Israel für seine Luftwaffe entwickelt und dann an Peking verkauft. Die Triebwerke für diesen Jäger liefert Russland.

    Vertreter der Flugzeugkorporation Iran Aircraft Manufacturing Industrial haben geäußert, dass China zwei Staffeln J-10 (24 Maschinen) im Zeitraum von 2008 bis 2010 liefern werde. Den Preis für ein Flugzeug schätzen die Experten auf ungefähr 40 Millionen US-Dollar, so dass die Vertragssumme etwa eine Milliarde US-Dollar betragen kann.

    Die maximale Flugweite der J-10 mit Kraftstoffzusatzbehältern beläuft sich auf 2940 km. Somit wird Iran Flüge nicht nur über dem gesamten Persischen Golf, sondern auch bis nach Israel und zurück zu den Luftstützpunkten absolvieren können.

    Bisher hatte Iran russische Jäger MiG-29, deren maximale Flugweite 2100 km beträgt.

    Übrigens sind die Experten der Auffassung, dass die beiden J-10-Staffeln das Kräftegleichgewicht in der Region nicht wesentlich verändern werden.

    „Die US-Militärs verfügen im Raum des Persischen Golfes über eine unvergleichlich größere Zahl von modernen Flugzeugen“, sagte Konstantin Makijenko, Experte des russischen Zentrums für Analyse von Strategien und Technologien. „Als Hauptgegner des schiitischen Iran kann eher das sunnitische Saudi-Arabien betrachtet werden. Aber auch dieses Land besitzt dank der amerikanischen Hilfe eine stärkere Luftwaffe als Iran.“ Laut dem Experten wird Iran die J-10 am ehesten für den Schutz von wichtigen staatlichen Objekten einsetzen. Zum Beispiel des Atomkraftwerks in Bushehr. „Außerdem kann der Besitz von J-10 durch Iran zu einem Zügelungsfaktor werden. Diese Kampfjets können theoretisch zum Beispiel israelische Luftangriffe auf Objekte erschweren, wo nach Meinung Israels iranische Massenvernichtungswaffen produziert werden“, unterstrich Makijenko.

    Experten zufolge verfügte die chinesische Luftwaffe per Mitte 2007 bereits über 89 J-10-Kampfjets. Laut inoffiziellen Informationen hatte China die Absicht, 120 solche Maschinen für seine Belange zu bauen. Die J-10 wird mit dem russischen Triebwerk AL-31 FN ausgestattet. Das ist eine modernisierte Variante des Turbinen-Luftstrahltriebwerkes Al-31 F, mit denen die Jäger Su-27 versehen sind.

    China schloss im Juli 2005 mit Rosoboronexport (staatliches Waffenexportunternehmen) einen Vertrag über die Lieferung von 100 Triebwerken Al-31 FN aus der Produktion des Moskauer Werkes Saljut im Laufe von zwei Jahren mit möglicher Option über weitere 100 Triebwerke ab. Im Sommer 2007 machte China Gebrauch von dieser Option. Es wurde ein neuer Vertrag über weitere 100 Triebwerke Al-31 FN perfekt, die im Laufe der nächsten zwei Jahre geliefert werden sollen.

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