10:25 11 Dezember 2017
SNA Radio
    Wirtschaft

    Baltische Staaten und Polen drängen EU-Kommission zu neuer Route für Ostseepipeline

    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    0 0 0

    Estland, Lettland, Litauen und Polen wollen der EU-Kommission demnächst Alternativrouten für die Ostseepipeline auf dem Festland zu Prüfung vorlegen.

    TALLINN, 29. Oktober (RIA Novosti). Estland, Lettland, Litauen und Polen wollen der EU-Kommission demnächst Alternativrouten für die Ostseepipeline auf dem Festland zu Prüfung vorlegen.

    Das teilte der estnische Außenminister Urmas Paet am Sonntag im Fernsehen mit.

    "Wir fassen eine Erklärung auf der Ebene der Wirtschaftsministerien der baltischen Länder und Polens an die EU-Kommission darüber ab, dass es immerhin notwendig ist, eine reale Alternative zu prüfen. Die reale Alternative ist die Verlegung der Gaspipeline auf dem Festland. Es gilt, alle Alternativvarianten zu erwägen und zu berücksichtigen, dass die Ostsee eine Zone mit besonderer Empfindlichkeit ist", sagte er.

    "Eins solche Position ist nicht auf politische, sondern auf ökologische Erwägungen zurückzuführen", betonte der estnische Außenminister.

    Paet dementierte den Bericht der finnischen Zeitung "Helsingin Sanomat", dass Estland ein Schreiben an die Ostseestaaten mit dem Aufruf gerichtet hatte, dem Ostseepipeline-Betreiber Nord Stream den Bau der Gaspipeline zu verbieten.

    "Wir haben eine solche Erklärung nicht abgegeben. Wir informierten unsere Partner aus den baltischen Staaten und Nordländern nur über unsere Position und darüber, warum wir dem Unternehmen Nord Stream die Forschungsarbeiten in den estnischen Gewässern nicht erlaubt haben", sagte Paet.

    Nord Stream will alle Schwierigkeiten mit den Staaten aus dem Weg räumen, die gegen den Bau der Rohrleitung auftreten.

    Die Pressesprecherin des russisch-deutschen Gemeinschaftsunternehmens verwies darauf, dass der Bau der Gaspipeline ein Prioritätsprojekt für die Europäische Union sei.

    "Der objektive Grund für den Bau der Nordeuropäischen Gaspipeline ist der Umstand, dass die Europäische Union Gas braucht", sagte sie.

    An Nord Stream ist der russische Energiekonzern Gasprom mit 51 Prozent und die deutschen Unternehmen BASF und E.ON mit jeweils 24,5 Prozent beteiligt.

    Die Kapazität der Pipeline soll 55 Milliarden Kubikmeter Gas im Jahr betragen. Der Bau des ersten Abschnitts der Gasleitung soll 2010 beendet sein, die Fertigstellung des zweiten Abschnitts ist für 2012 geplant.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren