10:03 18 Dezember 2017
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    Die EU öffnet etwas den „Stahlvorhang“ für russische Erzeugnisse - „Kommersant“

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    MOSKAU, 29. Oktober (RIA Novosti). Die Europäische Union hat sich einverstanden erklärt, die Quoten für den Import von einzelnen Stahlarten und -erzeugnissen aus Russland in den Jahren 2008 bis 2009 zu erhöhen, schreibt die Zeitung „Kommersant“ am Montag.

    Die russischen Hüttenwerker erwarteten von der EU keine „Senkung der Hürden“. Übrigens ermöglichen ihnen die verbliebenen Beschränkungen lediglich taktische, aber keine strategischen Pläne bezüglich der EU.

    Auf dem Russland-EU-Gipfel in Portugal wurde ein neues Handelsabkommen unterzeichnet, das die Möglichkeiten erweitert, schon 2008 einen breiten Kreis von Stahlerzeugnissen aus Russland an die EU zu liefern. Die Quote wird von 2,2 Millionen Tonnen 2007 auf 2,9 Millionen Tonnen 2008 und auf 3,03 Millionen Tonnen 2009 erhöht und beim Beitritt Russlands zur Welthandelsorganisation (WTO) aufgehoben.

    Der Export von russischen Stahl- und Gusserzeugnissen in die EU ist seit 2002 eingeschränkt. Die größten russischen Produzenten orientierten schon seit Anfang der 2000er Jahre ihren Export auf die Länder Südostasiens um und bereiteten keine schnelle Rückkehr auf den EU-Markt vor.

    Nach allem zu urteilen, kam die EU auf das Stahlabkommen zurück, weil sie auf einen wesentlichen Anstieg der Preise für Stahlerzeugnisse aus China und anderen asiatischen Ländern stieß. Im Jahr 2007 stiegen die Preise auf dem Markt von Metallerzeugnissen in Europa bei mehreren Positionen weiter an.

    In der Zeit des Bestehens der Stahlquoten erweiterte sich der Import von Metallerzeugnissen durch Russland selbst. Darunter auch aus der EU. Auch die Nachfrage nach russischem Stahl nahm auf dem Inlandsmarkt zu. Deshalb wurde das neue Abkommen mit der EU für die russischen Unternehmen, für die die neuen Quoten die Möglichkeiten auf dem EU-Markt nicht erweitern, zu einer Überraschung: Dieses Problem war unverkennbar nicht vorrangig.

    Im Hüttenkombinat Nowolipezk, das der Hauptproduzent von Transformatorenstahl in Russland ist, dessen Exportmöglichkeiten durch die neuen Quoten erweitert werden, wurde gesagt, dass sie das Dokument nicht gesehen hätten und deshalb die Folgen des Abkommens für die Geschäfte des Unternehmens nicht kommentieren wollten.

    In der Unternehmensgruppe TMK, die nahtlose Rohre für die Industrie produziert, für die sich die Quoten auch erweitern, war man auch über die Nachricht aus Portugal erstaunt. Im Unternehmen wurde beschlossen, diese Nachricht solange nicht zu diskutieren, solange keine Informationen über die Struktur der Quoten vorlägen.

    Jedenfalls bleibt Russlands WTO-Beitritt die Schlüsselfrage. Die Aufhebung der EU-Quoten würde in diesem Fall es ermöglichen, strategische, aber keine taktischen Positionen auf dem europäischen Markt zu gestalten.

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