01:32 17 Dezember 2017
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    Russlands Aufsichtsbehörde plant Umweltprüfung von Ostsee-Pipeline

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    MOSKAU, 29. Oktober (RIA Novosti). Die russische Aufsichtsbehörde Rostechnadsor will in diesem Dezember die geplante Ostsee-Pipeline auf mögliche Umweltbelastung überprüfen.

    Wie das Presseamt der Behörde am Montag mitteilte, soll der 122 Kilometer lange Abschnitt in den russischen Hoheitsgewässern geprüft werden.

    Nach den beiden Weltkriegen soll auf dem Grund der Ostsee ein gewaltiges Waffenarsenal liegen. Experten vermuten dort immer noch etwa 100 000 Minen und Bomben.

    Die Gaspipeline soll von der russischen Portowaja-Bucht nahe Wyborg durch die Ostsee bis nach Greifswald an der deutschen Ostseeküste gebaut werden. Die neue Rohrleitung, die durch die Wirtschaftsgewässer von Finnland, Schweden und Dänemark führt, ermöglicht Direktlieferungen des russischen Erdgases nach Westeuropa.

    Der erste 1200 Kilometer lange Strang mit einer Jahreskapazität von 27,5 Milliarden Kubikmeter soll 2010 in Betrieb gehen. Nach der Fertigstellung des zweiten Stranges soll die Durchlasskapazität ab 2012 auf 55 Milliarden Kubikmeter im Jahr steigen.

    Der Projektbetreiber Nord Stream gehört dem russischen Konzern Gasprom (51 Prozent) sowie den deutschen Unternehmen BASF und E.ON (jeweils 24,5 Prozent). Außerdem wird über einen Einstieg eines niederländischen Unternehmens in das Projekt diskutiert, das BASF und E.ON bis zu neun Prozent abkaufen könnten.

    Das Pipelineprojekt stieß in Polen und den baltischen Ländern auf scharfe Kritik, da sie mit den bestehenden Pipelines konkurriert, für die diese Staaten Transitgebühren kassieren.