16:02 16 Dezember 2017
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    Energiesicherheit: Estlands Außenminister setzt auf Kaspi-Öl

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    BAKU, 29. Oktober (RIA Novosti). Der estnische Außenminister Urmas Paet will die Energiesicherheit der EU-Staaten durch eine Erdölleitung aus der Region des Kaspischen Meeres in den Ostseeraum gewährleistet wissen.

    Nach einem Treffen mit seinem aserbaidschanischen Amtskollegen Elmar Mamedjarow in Baku bezeichnete er die Frage bei einem Pressegespräch als „zu 100 Prozent gelöst“. Noch sei jedoch ungeklärt, welchen Streckenverlauf die Pipeline nehmen werde und über welche Kapazität sie verfügen wird. „Wir unterstützen die Idee“, sagte er.

    Litauen, Polen, die Ukraine, Aserbaidschan und Georgien hatten Anfang Oktober einen Vertrag über die Zusammenarbeit beim Abschluss des Baus der Pipeline von Odessa über Brody und Plotzk nach Gdansk unterschrieben, durch die mittelasiatisches Erdöl nach Europa transportiert werden soll.

    „In der EU gibt es eine gemeinsame Energiepolitik, die darauf abzielt, alternative Quellen für die Energieversorgung und die Lieferung von fossilen Rohstoffen zu diversifizieren“, erläuterte Paet. In diesem Zusammenhang äußerte er, die Leitung, die in den Ostseeraum führen soll, wäre dabei besonders wichtig.

    Nach Vorstellung der Projektteilnehmer soll das Erdöl aus dem Raum des Kaspischen und des Schwarzen Meeres auf dem alternativen Transportweg unter Umgehung von Russland nach Europa geliefert werden.

    Von RIA Novosti befragte Experten gehen unterdessen davon aus, dass diese Ölleitung keinen Konkurrenzvorteil aufweist. Sie begründen ihren Standpunkt damit, dass der Preis für den Transport höher ausfallen wird, vor allem wegen der vielen Umschlagplätze. Außerdem verweisen sie darauf, dass Kasachstan sich dem Projekt nicht angeschlossen hat, so dass nicht genügend Erdölmengen für eine rentable Auslastung zur Verfügung stehen.

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