07:23 24 Februar 2018
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    Trotz Schuldentilgung nächster Konflikt zwischen Ukraine und Gasprom vorprogrammiert - "Gazeta.Ru"

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    MOSKAU, 01. November (RIA Novosti). Die Ukraine hat ihr Versprechen gegenüber dem Konzern Gasprom eingelöst und das gelieferte Gas "fünf vor zwölf" bezahlt, berichtet die Internetzeitung "Gazeta.Ru".

    Experten schließen allerdings einen neuen Energiekonflikt bis zum Jahresende nicht aus. Die Regelung wird in vieler Hinsicht vom künftigen ukrainischen Premier abhängen.

    "Eine Julia Timoschenko würde Gasprom nicht passen", stellt Dmitri Absalow, Experte des Zentrums für Politische Konjunktur, fest. "Sie will nämlich schon seit geraumer Zeit das Schema der Gaslieferungen aus Russland ändern."

    Nach seinen Angaben will Timoschenko den Zwischenhändler RosUkrEnergo, an dem Gasprom beteiligt ist, wechseln und höchstwahrscheinlich das Unternehmen Itera vorziehen, mit dem Timoschenko früher verbunden war. In dem Fall würde aber der russische Gasmonopolist beträchtliche Einnahmenverluste einstecken müssen.

    Natalja Miltschakowa von der Finanzgesellschaft Otkrytije teilt die Auffassung, dass die bevorstehenden bilateralen Beziehungen im Gasbereich von der politischen Entwicklung in der Ukraine abhängen werden. "Die ukrainische Seite betrachtet einen Preis von 150 bis 160 Dollar pro 1000 Kubikmeter als fair", stellt sie fest. "Außerdem verweist die Ukraine darauf, dass gerade über ihr Territorium der Transitweg nach Europa verläuft, weswegen sie mit bestimmten Präferenzen rechnet."

    Nach dem heutigen Stand liegt der Gasprom-Preis für die Ukraine bei 130 Dollar pro 1000 Kubikmeter. Laut Prognosen könnte der Preis im kommenden Jahr auf 180 Dollar steigen. Gasprom verweigerte jeden Kommentar zum Streit um den Gaspreis.

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